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Freitag, 09. Juli 2010

"Verflucht sei dieser Octopus": Paul zerstört Lebenswerk

Der britische Statistikprofessor Spiegelhalter verflucht Paul, die Krake. Weil die Tipps des Tintenfisches die Wahrscheinlichkeitsannahmen widerlegten, sieht er keinen Grund mehr, seinen Beruf länger auszuüben.
Paul sagt den Weltmeister voraus.

Paul sagt den Weltmeister voraus.
(Foto: dpa)

Paul hat einen neuen Feind: David Spiegelhalter, Professor für Wahrscheinlichkeitsberechnungen, hat schwere Vorwurfe gegen den Kraken erhoben, der bei WM-Spielen in Südafrika die richtigen Sieger orakelte. "Verflucht sei dieser Octopus - er hat mich der Lächerlichkeit preisgegeben", überschrieb der Experte von der Universität Cambridge einen Beitrag in der britischen "Times". Spiegelhalter ist einer der bekanntesten Statistiker Großbritanniens.

"Dieser Tintenfisch ist dabei, mein Lebenswerk zu zerstören", klagte er an. "Es ist wirklich Zeit, in Rente zu gehen - zusammen mit meiner ganzen Wissenschaft." Eine seiner Hauptaufgaben sei es bisher gewesen, vor allem Schüler über die Risiken des Glücksspiels aufzuklären. Nun aber erwiesen sich Pauls Vorhersagen "ohne irgendeine Form von Nostradamischer Zweideutigkeit" jedes Mal als richtig. So viel Glück könne man einfach nicht haben. Er werde sich damit abfinden müssen, dass er nun künftig bei jedem Vortrag den Einwand bekomme: "Ok, Professor, aber wie erklären Sie sich dann den Kraken?"

Das Kraken-Orakel hatte einen Sieg von Deutschland gegen Uruguay am Samstag im WM-Spiel um Platz 3 und für Sonntag einen spanischen Triumph im Finale über die Niederlande "vorhergeschmeckt". Bei der Fußball-WM in Südafrika hatte sich das Tier als bisher unfehlbar bei seinen Tipps gezeigt.

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Paul orakelt WM-Ausgang
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dpa

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