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Die Tschetschenen kamen mit Schlagwergzeugen.
Die Tschetschenen kamen mit Schlagwergzeugen.(Foto: imago/Westend61)
Sonntag, 23. Juli 2017

Streit in Flüchtlingsheim: Polizei beendet Schlägerei mit Warnschuss

In einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft kommt es zu einer heftigen Schlägerei als plötzlich 40 Tschetschenen auftauchen und auf eine syrische Familie losgehen – obwohl bereits Polizisten vor Ort sind. Dann zieht ein Beamter seine Dienstwaffe.

Mit einem Warnschuss hat ein Polizist einer Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg Einhalt geboten. In der Unterkunft im Stadtteil Fischbek waren nach ersten Erkenntnissen am Freitagabend ein tschetschenischer Junge und ein syrisches Mädchen in Streit geraten, wie die Polizei mitteilte. Im Verlauf des Streits mischten sich die Väter der Kinder ein und gerieten selbst aneinander.

Der Vater des Jungen drohte demnach beim Verlassen der Unterkunft damit, dass er mit einer Gruppe wiederkommen werde. Nachdem die zwischenzeitlich alarmierte Polizei am Ort des Geschehens eingetroffen war, betraten plötzlich 30 bis 40 Männer das Gelände der Unterkunft.

Die mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Gruppe ging schnellen Schrittes in Richtung der Beamten sowie der Familienmitglieder des syrischen Mädchens. Zwischen beiden Familien entwickelte sich daraufhin eine Schlägerei, bei der Männer aus der angreifenden Gruppe mit Stangen und weiteren Schlagwerkzeugen auf ihre Kontrahenten einschlugen.

Wegen der Heftigkeit der Angriffe sah sich ein Beamter genötigt, in Nothilfe den Warnschuss abzufeuern. Daraufhin beruhigte sich die Lage schlagartig, wie die Polizei weiter berichtete. Die Tätergruppe suchte das Weite. Eine Sofortfahndung mit zehn Streifenwagen nach den Flüchtigen blieb ergebnislos.

Bei der Auseinandersetzung wurden vier Syrer im Alter von 22 bis 31 Jahren und eine 15-jährige Syrerin verletzt. Sie mussten in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Ein 35-jähriger aus Tschtschenien stammender Tatverdächtiger wurde ebenfalls verletzt in eine Klinik eingeliefert. In dem Fall ermittelt nun die Kripo.

Quelle: n-tv.de

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