Panorama

Hohes Lösegeld gefordertPolizei befreit entführte 13-Jährige

11.05.2012, 17:52 Uhr

Ein Unbekannter entführt in Tübingen ein Mädchen und verlangt von den vermögenden Eltern ein Lösegeld in Millionenhöhe. Um seine Spur zu verwischen telefoniert der Täter von mehreren Telefonzellen aus mit der Unternehmerfamilie. Ausgerechnet dies wird ihm zum Verhängnis.

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Offenbar um seine Spuren zu verwischen telefonierte der Entführer von verschiedenen Telefonzellen aus. (Foto: picture alliance / dpa)

Eine 13-jährige Unternehmertochter ist in Tübingen entführt und nach zwölf Stunden von der Polizei befreit worden. Ein 51-jähriger Mann hatte die Schülerin am Donnerstagmorgen in sein Auto gelockt und war mit ihr über Baden-Baden in Richtung Freudenstadt gefahren. Er habe von der Unternehmerfamilie mehrere Millionen Euro Lösegeld in verschiedenen Währungen gefordert, teilte die Polizei mit.

Er habe den Tag über von mehreren Telefonzellen aus Kontakt zur Familie aufgenommen, erklärte ein Sprecher. Als der Mann am Abend erneut von einer Telefonzelle auf dem Freudenstädter Marktplatz mit den Eltern telefonierte, konnten Beamte ihn überwältigen. Das Mädchen kehrte noch in der Nacht zur Familie zurück.

Bisher seien keine Bezüge zur Familie oder zu deren Unternehmen erkennbar. Über die Entführung hinaus sei das Mädchen unverletzt geblieben, auch ein Missbrauch habe nicht stattgefunden.

Gegen den Mann ist bereits Haftbefehl erlassen worden. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm wegen erpresserischen Menschenraubs zwischen 5 und 15 Jahre Haft.

Quelle: ntv.de, dpa