Sonntag, 04. Februar 2007
Lollipops Geld: Polizei findet 18 Millionen Dollar
Die kolumbianische Polizei hat in einer Wohnung im Westen des Landes 18 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) eines berüchtigten Drogenbarons sichergestellt. "Es besteht kein Zweifel daran, dass das Geld Juan Carlos Ramirez, alias Lollipop gehört", sagte ein Polizeisprecher im Fernsehen. Die 100 US-Dollar-Geldscheine seien in Plastik versiegelt unter dem Bodenbelag der Wohnung in Cali versteckt gewesen.
Ramirez ist einer der meistgesuchten Drogenbarone des Landes. Die USA, die Kolumbien im Kampf gegen Drogen unterstützen, haben eine Belohnung von fünf Millionen US-Dollar für Informationen ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führen.
Die Durchsuchung der Wohnung war Teil eines Einsatzes gegen das größte und gefährlichste Drogenkartell Kolumbiens. Insgesamt stellten die Sicherheitskräfte in den vergangenen Wochen fast 80 Millionen US-Dollar in bar und Gold sicher, ein Rekord in der Geschichte Kolumbiens. Das Vermögen wird Ramirez und seiner Gruppe zugeschrieben.
"Das Ausmaß dieser Funde zeigt, dass der Drogenhandel in Kolumbien weiter verbreitet und lukrativer ist als je zuvor", sagte Ramiro Bejarano, ehemaliger Vorsitzender des kolumbianischen Staatssicherheitsdienstes DAS. Experten schätzen, dass in Kolumbien jährlich rund 600 Tonnen Kokain hergestellt werden. Dem Kartell von Ramirez wird vorgeworfen, seit 1999 rund 500 Tonnen der Droge außer Landes gebracht zu haben. Diese Menge hat einen Marktwert von rund zehn Milliarden US-Dollar.
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