Panorama

Tapferkeit auf indischPolizist schießt auf sich selbst

23.03.2011, 12:42 Uhr
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Selbstverstümmelung bringt nichts. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Trauben für einen Tapferkeitsorden hängen hoch - auch in Indien. Um den begehrten Preis zu bekommen, täuscht der Wachpolizist einen Überfall vor.

Um mit einem Tapferkeitsorden ausgezeichnet zu werden, hat ein indischer Polizist einen Angriff vorgetäuscht und sich selbst angeschossen. Der Beamte Mahesh Rajguru gab Medienberichten zufolge vor, sechs Unbekannte hätten am Wochenende das Feuer auf ihn eröffnet, als er in Jaipur südwestlich von Neu Delhi Wache am Haus eines früheren Politikers geschoben habe.

"Sofort als sie mich gesehen haben, haben sie mit dem Schießen begonnen. Eine Kugel hat meinen Bauch getroffen", erzählte Rajguru, der sich in einem Krankenhaus erholte, den Ermittlern. Zwei weitere Schussverletzungen erlitt er am Arm.

Allerdings passten seine Aussagen und die Gegebenheiten am Tatort nicht zusammen. Dort fanden die Beamten Patronenhülsen aus Rajgurus Waffe. In seiner Wohnung stellten sie zudem Betäubungsmittel sicher.

Letztlich habe der Polizist eingestanden, dass es den Vorfall nie gegeben habe, sagte Ermittler Arun Macya der Nachrichtenagentur PTI. "Er hat auf sich selbst geschossen, um für seinen Mut einen Tapferkeitspreis zu bekommen."

Quelle: AFP