Feiern im SchanzenviertelRandale nach Straßenfest
950 Polizisten waren im Einsatz. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein und rückten mit Wasserwerfen an, um nach eigenen Angaben die Feuer zu löschen.
Autonome und gewaltbereite Jugendliche haben in der Nacht bei einem Straßenfest in Hamburg randaliert. 18 Menschen wurden verletzt, davon elf Polizisten. Bis zum frühen Sonntagmorgen nahm die Polizei 39 Unruhestifter vorläufig fest, 19 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, teilten die Beamten mit. Die Autonomen hatten in dem Schanzenviertel genannten Stadtteil Ladenfenster mit Steinen eingeworfen, Barrikaden errichtet sowie Müllcontainer und Unrat angezündet.
Insgesamt musste die Feuerwehr 13 Kleinbrände löschen. Unter anderem brannten ein Fahrzeug, eine Telefonzelle und ein Toilettenhäuschen. Zudem seien Polizisten, Passanten und vorbeifahrende Autos mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Nach Angaben eines Augenzeugens löste die Polizei das Straßenfest auf und räumte Teile des Stadtteils.
950 Polizisten waren im Einsatz. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein und rückten mit Wasserwerfen an, um nach eigenen Angaben die Feuer zu löschen. Ein Augenzeuge berichtete, die Wasserwerfer seien auch gegen Menschen eingesetzt worden.
Bereits in den vergangen Jahren war es bei dem Straßenfest zu Ausschreitungen gekommen. Im letzten Jahr waren sieben Angehörige der Linken Szene und acht Beamte leicht verletzt worden. Die Polizei hatte 38 Randalierer vorläufig festgenommen.