Verbot statt VorsatzRauchfrei ins neue Jahr
In weiteren acht Bundesländern gilt seit dem Jahreswechsel ein umfassendes Rauchverbot in Kneipen und Restaurants.
In weiteren acht Bundesländern gilt seit dem Jahreswechsel ein umfassendes Rauchverbot in Kneipen und Restaurants. Bei den neu hinzukommenden Ländern handelt es sich um Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Damit ist im neuen Jahr das Rauchen in Gaststätten in insgesamt elf Bundesländern untersagt.
Die noch fehlenden fünf Länder wollen bis zum Sommer Verbote erlassen. Allerdings erlauben Ausnahmeregelungen außer im besonders strengen Bayern den Tabakgenuss in abgetrennten Räumen oder Festzelten. Parallel tritt auch im Nachbarland Frankreich ein Rauchverbot in Kraft.
Gastwirte befürchten hohe Umsatzeinbußen vor allem in Eckkneipen mit nur einem Raum und wollen daher Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen. In Niedersachsen und Baden-Württemberg ist Rauchen in Gaststätten seit dem 1. August nur noch in Nebenräumen erlaubt, in Hessen gilt das Verbot seit dem 1. Oktober. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Mehr als 3300 Nichtraucher sterben dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge jedes Jahr an den Folgen des Passivrauchens. Verbote schützten nicht nur die Nichtraucher, sondern animierten auch die Raucher, ihr Laster aufzugeben. Deshalb ist es Suchtexperten am liebsten, wenn es gar keine Ausnahmeregeln geben würde: "Die Gastronomie - ob groß oder klein - muss rauchfrei sein."