Panorama

Berliner müssen stehenRegionalbahnen randvoll

21.07.2009, 10:50 Uhr

Die Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn haben vor allem die zusätzlich eingesetzten Regionalbahnen gut gefüllt. Zum Einsatz kamen neben Regionalbahnen und Bussen für den Schienenersatzverkehr auch S-Bahann aus fünf anderen Bundesländern.

regionalbahn
(Foto: REUTERS)

Die Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn haben vor allem die zusätzlich eingesetzten Regionalbahnen gut gefüllt. In den Zügen, die die stillgelegte Stadtbahn ersetzen, waren laut Augenzeugen Sitzplätze kaum zu haben, viele Fahrgäste mussten stehen. Bis zum vollen Einsetzen des Berufsverkehrs blieb aber wie am Montag das befürchtete Chaos aus. Am Montagabend kam es dagegen auf dem S-Bahnring S 41/42, der eigentlich normal betrieben werden sollte, zu unregelmäßigem Verkehr.

Für Kritik sorgte beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und dem Berliner Fahrgastverband IGEB vor allem die mangelhafte Information auf den Bahnhöfen. Englischsprachige Auskünfte habe es kaum gegeben. VBB und die S-Bahn Berlin GmbH wollen diesen Mangel aber kurzzeitig beheben.

Hilfe aus anderen Bundesländern

Zum Einsatz kamen neben Regionalbahnen und Bussen für den Schienenersatzverkehr auch S-Bahnen aus fünf anderen Bundesländern, die allerdings nur spärlich genutzt wurden - wahrscheinlich, weil sich ihr Einsatz noch nicht herumgesprochen hatte. Die von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zusätzlich bereitgestellten U- Bahnen, Straßenbahnen und Busse waren dagegen gut gefüllt.

Der Notfallplan der S-Bahn soll bis zum 9. August gelten. Er wurde erzwungen, nachdem das Eisenbahn-Bundesamt bereits am 30. Juni zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen der Räder angeordnete hatte. Diese werden nun etwa 4000 Räder umfassen und die Kapazitäten der Werkstätten mehr als auslasten. Grund für die verschärften Sicherheitsauflagen war ein Unfall nach einem Radbruch Anfang Mai.

Quelle: dpa