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Donnerstag, 02. Februar 20122012-02-02 10:49:11

Fähre vor Papua-Neuguinea gesunken: Retter vermissen noch Dutzende

Vor dem Pazifik-Inselstaat Papua-Neuguinea laufen die Rettungsarbeiten nach dem Untergang einer Personenfähre weiter. Von den rund 300 Passagieren sind mittlerweile 240 in Sicherheit. Ruhige See und gute Sicht nähren die Hoffnung, noch weitere Überlebende zu finden.
Angehörige der Passagiere warten auf die erlösende Nachricht.

Angehörige der Passagiere warten auf die erlösende Nachricht. (Foto: AP)

Nach dem Untergang einer Fähre vor Papua-Neuguinea suchen die Bergungskräfte weiter nach Schiffsbrüchigen. Fast 240 Menschen konnten bislang aber gerettet werden, teilte eine Sprecherin des Seenotrettungsdienstes in dem Pazifik-Inselstaat mit. An Bord der "Rabaul Queen" seien rund 300 Reisende gewesen, darunter viele Studenten und Lehrer. In einigen Berichten war von bis zu 350 Passagieren die Rede. Die See sei relativ ruhig und die Sicht gut, ergänzte die Sprecherin. Dies erleichtere die Rettungsaktion, an der sich auch Australien beteilige.

Mehrere Schiffe und drei Hubschrauber seien im Einsatz. Australische Flugzeuge warfen Rettungsflöße über der Unglücksstelle ab, wie es weiter hieß. "Wir sind optimistisch, dass die Rettung dank der großen Hilfe gut verlaufen wird", sagte die Sprecherin. Bislang seien 238 Überlebende aus dem Meer geborgen worden, teilte die australische Schifffahrtsbehörde Amsa mit.

Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard hatte erklärt, Papua-Neuguinea habe ihr Land um Hilfe gebeten. Sie sprach von einer "größeren Tragödie". Acht Handelsschiffe seien der sinkenden Fähre zur Hilfe gekommen, fünf davon hätten die Überlebenden aufgenommen, teilte die australische Schifffahrtsbehörde mit, die bei der Koordinierung der Rettungsarbeiten hilft.

Das Unglück ereignete sich zwischen Kimbe und Lae, etwa auf Höhe des kleinen Orts Finschhafen.

Das Unglück ereignete sich zwischen Kimbe und Lae, etwa auf Höhe des kleinen Orts Finschhafen. (Foto: stepmap.de)

Die 47 Meter lange "Rabaul Queen" war nach Angaben der australischen Schifffahrtsbehörde Amsa rund 16 Kilometer vor der Stadt Finschhafen in Papua-Neuguinea gesunken. Der Unglücksort liegt etwa 80 Kilometer vom Zielhafen Lae entfernt. Die Fähre war in Kimbe auf der Insel Neubritannien abgefahren. Die Reederei hatte mitgeteilt, sie habe am Morgen den Kontakt zu der Fähre verloren. Das Schiff soll noch ein Notsignal abgesetzt haben.

Die Unglücksursache ist unklar. Sowohl schlechtes Wetter, zu viele Passagiere an Bord oder ein Schaden an der Fähre könnten für den Untergang verantwortlich sein, sagte der Chef des Katastrophenschutzzentrums von Papua-Neuguinea, Martin Mosi.

Quelle: n-tv.de