Panorama

Polizei startet GroßeinsatzRichterin bleibt verschwunden

02.07.2010, 23:38 Uhr
2rwg4701-jpg8086676758624179240
Die Polizei ist mit einer Hundertschaft im Einsatz. (Foto: dpa)

Die Berliner Polizei sucht weiter nach einer verschwundenen Jugendrichterin. Die 48-Jährige wurde zuletzt vor fünf Tagen gesehen. Sie ist für ihr hartes Vorgehen gegen jugendliche Kriminelle bekannt. Die Polizei schließt eine Entführung bisher aus.

Die Suche nach der vermissten prominenten Jugendrichterin Kirsten Heisig aus Berlin ist nochmals ausgeweitet worden. Da ein rund zwei Quadratkilometer großes Areal im Tegeler Forst am Nordrand Berlins bislang ohne Erfolg durchkämmt wurde, suchten die Einsatzkräfte den Wald in Richtung Hennigsdorf im Nachbarland Brandenburg ab. Etwa 60 Polizisten seien im Einsatz, sagte eine Sprecherin.

Die deutschlandweit bekannte Richterin war am Montagabend zuletzt gesehen worden. Am Mittwoch wurde die Juristin, die durch ihr konsequentes Vorgehen gegen kriminelle Jugendliche bekannt wurde, von einem Bekannten als vermisst gemeldet. Die Suche setzte dann sofort ein. Auch am Donnerstag hatten Dutzende Beamte mit Stöcken und Hunden den Wald ohne Erfolg durchkämmt.

Kein Hinweis auf Entführung

2rwx5540-jpg4245255156940139191
Kirsten Heisig. (Foto: dpa)

Zwei Spezialhunde liefen durch den Wald im Ortsteil Heiligensee, wo das verlassene Auto der Richterin am Mittwoch gefunden wurde. Die Mantrailing-Hunde sollten Geruchsspuren der vermissten Frau aufnehmen und so die Richtung zeigen, "in die die Person gelaufen sein könnte". Der erste Hund sei eine Stunde unterwegs gewesen. Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Ein Abschiedsbrief von der Mutter zweier Töchter wurde nicht gefunden. Eine Entführung schließt die Polizei bisher aus.

Justizsenatorin Gisela von der Aue hatte am Donnerstag "unter Vorbehalt" gesagt, es gebe keine Anzeichen für eine Straftat. Vermutet werde ein privater Hintergrund.

Quelle: dpa