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Panorama

Samstag, 07. November 2009

Impfchaos

Rösler ruft zur Krisen-Klausur

Nach den Startschwierigkeiten beim Impfen schaltet sich nun der Bundesgesundheitsminister ein und bittet die Landesgesundheitsminister zum Gespräch nach Berlin. Kanzlerin Merkel ging derweil mit gutem Beispiel voran.

(Foto: AP)

Bereits am Montag soll es eine Telefon-Konferenz zum Thema geben, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Ich möchte mich bei meinen Länderkollegen über ihre Erfahrungen vor Ort informieren, um herauszubekommen, wo es mögliche Schwachstellen z.B. bei der Versorgung mit Impfstoff geben könnte", sagte Rösler weiter.

"Unser Ziel ist, gemeinsam für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung zu sorgen." Der Minister sagte: "Die Impfaktionen der Länder sind angelaufen". "Schritt für Schritt werden die Bürger geimpft. Wie die Experten empfehlen, werden zuerst das Gesundheitspersonal und chronisch Kranke geimpft. Dann jeder, der will."

Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich nach dem Bericht der Zeitung bereits bei ihrem Hausarzt mit Pandemrix impfen, dem Impfstoff, der allen Bürgern zur Verfügung stehe.

Risikogruppen sollten Karneval meiden

(Foto: dpa)

Unterdessen warnte ein Experte vor Beginn der Karnevalssaison am 11.11. vor einem erhöhten Schweinegrippe-Risiko bei Großveranstaltungen. "Man wäre eigentlich gut beraten, wenn man in diesen Zeiten solche Massenveranstaltungen meidet", sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln, Prof. Herbert Pfister. Dies gelte vor allem für Menschen, die zu gefährdeten Gruppen gehören, etwa chronisch Kranke, Patienten mit Immunschwäche sowie Schwangere. "Denen würde ich wirklich nicht empfehlen, sich am 11.11. in den Trubel zu stellen."

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Steigende Zahl von Schweinegrippe-Fällen
Impfmüdigkeit lässt nach
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600 Tote weltweit

Die Zahl der Schweinegrippe-Todesfälle hat weltweit die Sechstausender-Marke überschritten. Seit dem Ausbruch der Krankheit im April starben bis zum 1. November mindestens 6071 Menschen an einer Infektion mit dem Virus A (H1N1), wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach innerhalb von nur einer Woche um mehr als 370. Die meisten Menschen, nämlich fast 4400, starben nach Angaben der WHO in Nord- und Südamerika. In Europa habe die Welle der saisonalen Grippe zudem "ungewöhnlich früh" begonnen.

dpa/AFP

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