Fort Hood wurde komplett abgeriegelt.
(Foto: AP)
Donnerstag, 05. November 2009
Mehrere Tote, viele Verletzte: Blutbad auf US-Militärbasis
Bei einer Schießerei auf der US-Basis Fort Hood kommen mindestens zwölf Menschen ums Leben, 31 werden zum Teil schwer verletzt. Präsident Obama spricht von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt".Unter den zwölf Toten ist auch der mutmaßliche Schütze, ein US-Soldat. Zwei weitere Soldaten wurden als mögliche Komplizen festgenommen und verhört, teilte der kommandierende General Bob Cone mit. Augenzeugen hätten laut Cone von mehr als einem Schützen berichtet.
Über das Motiv herrschte zunächst Unklarheit. Nach Fernsehberichten sollte der als Major Malik Nadal Hasan identifizierte getötete Schütze im Ausland eingesetzt werden und darüber sehr aufgebracht gewesen sein. Die texanische Senatorin Kay Bailey Hutchison bestätigte lediglich, dass er für einen Einsatz im Irak vorgesehen war. US-Fernsehsender berichteten unter Berufung auf die zuständige Ärztekammer in Virginia, dass Hasan ein Psychiater gewesen sei. Wie es weiter hieß, betreute er im medizinischen Zentrum des Stützpunkts Soldaten mit mentalen Problemen.
"Entsetzlicher Ausbruch der Gewalt"
US-Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama: "Es ist schwierig genug, wenn wir diese mutigen Amerikaner in Kämpfen in Übersee verlieren. Es ist schrecklich, dass sie hier auf einer Basis in den Vereinigten Staaten unter Beschuss kommen."
Über den Ablauf gab es zunächst noch teils widersprüchliche Berichte. Als sicher galt jedoch, dass das Feuer in einem Zentrum eröffnet wurde, in dem Soldaten vor Auslandseinsätzen noch einmal auf ihre Gesundheit hin überprüft und behandelt werden. Viele der in Fort Hood stationierten Soldaten waren im Irak und in Afghanistan stationiert oder werden dorthin geschickt.
Keine Kinder unter den Opfern
Der gesamte Stützpunkt, mit 45.000 Soldaten einer der größten weltweit, wurde nach den ersten Schüssen sofort abgeriegelt. Die Menschen auf der Basis wurden aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen. 500 Militärpolizisten durchkämmten das Gebiet.
Zu den Toten zählt nach Medienberichten auch ein ziviler Polizist. Alle Opfer seien Erwachsene. In ersten Berichten hatte es geheißen, auch ein Kind sei ums Leben gekommen. In Texas wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Im Washingtoner Abgeordnetenhaus gab es eine Schweigeminute. Eine Klinik rief die Bevölkerung zu Blutspenden für die Verletzten auf.
dpa
Panorama
-
Vier historische Gebäude zerstört
Coburger Altstadt brennt
-
Aus drei mach' eine
Nordkirche gegründet
-
Hauptbahnhof Mönchengladbach
Jugendliche verprügeln Frauen
-
Motivsuche in Finnland
18-Jähriger tötete "zufällig"
-
Detonation tötet einen Menschen in Chile
Auto löst Landmine aus
-
Acht schlimme Jahre in Bosnien
Deutsche als Sklavin gehalten
-
Todesfall beim Volleyballspiel in Japan
Russischer Konsul stirbt
-
Raffaels Kultbild wird 500
"Die Sixtina lehrt Ehrfurcht"
-
In Kampfuniform
Finne erschießt Nachtschwärmer
-
Totschlag vor 33 Jahren
51-Jähriger angeklagt
-
Berlusconi und seine Partys
Mädchen tanzte als Obama
-
Operation gegen Hells Angels in Kiel
Polizei sucht Folterkammer

