Panorama

Mindestens drei ToteSchiff kentert im Amazonas

22.07.2009, 08:28 Uhr

Ein Schiff mit 185 Menschen an Bord ist im Amazonas bei Manaus in Brasilien gesunken, als es auf eine Werft gezogen werden sollte. In den Kabinen sind offenbar noch Menschen eingeschlossen.

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Das gekenterte Schiff im Hafen von Manaus. (Foto: dpa)

Bei einem Schiffsunglück in der brasilianischen Amazonas-Stadt Manaus sind am Dienstag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein achtjähriges Mädchen. Das Schiff "Carolina do Norte" kenterte, als es im Hafen von Manaus in eine Werft gezogen werden sollte. Viele der insgesamt 185 Passagiere an Bord fielen ins Wasser. Die meisten wurden durch am Kai stehende Menschen gerettet.

Das Schiff war bereits auf dem Amazonas-Nebenfluss Rio Negro aus dem Hafen ausgelaufen und hatte Kurs auf Santarém im Bundesstaat Pará genommen, als es wegen technischer Probleme zurückkehrte.

Schlagseite durch Passagiere?

Als die "Carolina do Norte" auf eine Holzrampe in die Werft gezogen werden sollte, kippte das Schiff zur Seite und versank zum Teil im Wasser. Taucher suchen derzeit nach möglichen weiteren Opfern. Nach Behördenangaben hatte das Schiff Probleme mit dem Ruder. Einige Passagiere hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks in ihren Kabinen auf. Es wird deshalb nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Menschen an Bord des Unglückschiffes ums Leben kamen.

Unter den Toten befindet sich nach Medienangaben auch eine 71-jährige Frau. Drei Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Die genaue Unfallursache ist derzeit noch unklar. Es wird aber vermutet, dass das Schiff Schlagseite bekam, als zu viele Passagiere von einer Seite auf die andere gingen.

Quelle: dpa