Panorama

Mindestens 140 ToteSchiffsunglück im Kongo

29.07.2010, 16:29 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo kommen bei einem Schiffsunglück 140 Menschen ums Leben. Das Boot kentert auf einem Fluss in der westlichen Provinz Bandundu. "Die Menschen hier können nicht schwimmen", sagt ein Polizeisprecher.

Bei einem Schiffsunglück im Westen der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 140 Menschen ertrunken. Wie die Behörden der Provinz Bandundu mitteilten, war das Schiff bereits am Mittwoch auf dem Fluss Kasai, einem Nebenfluss des Kongo, gekentert.

Durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg liegt die Verkehrsinfrastruktur des Landes am Boden. Schiffe gehören zu den wichtigsten Verkehrsmittel des zentralafrikanischen Landes. Ein Polizeisprecher sagte, das Boot sei schwer überladen gewesen. Es hätten schlechtes Wetter und schwierige Wasserverhältnisse geherrscht. "Die Menschen hier können nicht schwimmen", sagte er weiter.

Die Nachrichtenagentur AFP zitierte einen Behördenvertreter mit den Worten, die Unglücksursache sei unklar. Das Schiff kam nach seinen Angaben aus dem Ort Mushi, etwa 30 Kilometer von der Provinzhauptstadt Bandundu entfernt, und hatte Waren und Passagiere an Bord.

Die Demokratische Republik Kongo wird von zahlreichen Wasserläufen durchschnitten, darunter auch von dem mehr als 4000 Kilometer langen Kongo-Fluss. Auf den Seen und Flüssen des Landes kommt es häufig zu Unfällen. Die Boote sind oft überladen und die Wasserwege nur unzureichend ausgebaut. Nur die wenigsten Schiffe sind mit Rettungswesten, Schlauchbooten oder Signallichtern ausgestattet.

Quelle: AFP/rts