Panorama

Volksbegehren in BayernSchluss mit der Qualmerei

19.11.2009, 08:35 Uhr
tabak
Weltweit sterben jährlich etwa sechs Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. (Foto: picture-alliance/ dpa)

In Bayern will eine Bürgerinitiative wieder eine völlig rauchfreie Gastronomie ohne irgendwelche Ausnahmen. Dafür liegen ab sofort Unterschriftenlisten in den Rathäusern aus. Knapp 940.000 Unterschriften werden benötigt.

In ganz Bayern startet am heutigen Donnerstag das mit Spannung erwartete Volksbegehren zum Nichtraucherschutz. Die Eintragungsfrist endet am 2. Dezember. Wenn zehn Prozent der Wahlberechtigten - das sind rund 940.000 Menschen - das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift unterstützen, gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten: Entweder setzt der Landtag das Anliegen direkt um. Tut er dies nicht, kommt es zu einem Volksentscheid, bei dem alle Bürger an die Urnen gerufen werden. Dabei entscheidet die einfache Mehrheit.

Der Landtag hatte im Juli mit der Mehrheit von CSU und FDP eine Lockerung des Rauchverbots in Bayern beschlossen. Damit darf unter anderem in Nebenräumen von Gaststätten und in kleinen Einraumkneipen wieder geraucht werden. Ziel des Volksbegehrens ist nun die Durchsetzung eines generellen Rauchverbots in Gaststätten, Bars, Kneipen, Diskotheken und auch in Bier- und Festzelten.

Das Volksbegehren wird von den Parteien ÖDP, SPD und Grüne, dem Bund Naturschutz in Bayern, dem Bayerischen Leichtathletik Verband sowie Nichtraucher- und Gesundheitsinitiativen unterstützt.

Quelle: dpa