Mittwoch, 21. Februar 2007
Fragwürdige Hausaufgabe: Schüler sollten Mord planen
Eine Schule in Neuseeland hat sich bei den Eltern eines Schülers für eine mörderische Hausaufgabe entschuldigt. Die Klasse des 14-Jährigen sollte ein Mordkomplott schmieden, inklusive perfekter Leichenbeseitigung. Der Junge hatte sich bei seinen Eltern über die Hausaufgabe beschwert, berichtete der "New Zealand Herald" am Mittwoch.
Der entsprechende Lehrer habe ein "miserables Urteilsvermögen" an den Tag gelegt, sagte der Leiter des Howick College in Auckland, Bill Dimery.
Ziel der ungewöhnlichen Hausaufgabe sei es gewesen, die Schüler zum Lesen der Kurzgeschichte "Lamb to the Slaughter" (deutscher Titel: "Lammkeule") von Roald Dahl zu animieren, in dem eine Frau ihren Ehegatten mit einer gefrorenen Lammkeule ermordet und diese dann dem ermittelnden Polizisten serviert.
"Der Plan war, die Kinder zum Nachdenken anzuregen über Menschen und deren Handlungen und Motivationen", sagte Dimery. Es sei nun einmal schwer, Schüler mit immer neuen interessanten und innovativen Ideen für den zu vermittelnden Stoff zu begeistern. "Aber dass Kinder Mordkomplotte schmieden, ist nicht so richtig in Ordnung", räumte er ein.
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