Panorama

Festnahme in DB-Zug bei Aachen: Schwarzfahrer sticht Kontrolleur nieder

An der holländisch-deutschen Grenze kommt es in einem Zug zu einem Handgemenge. Ein Schwarzfahrer streitet sich lautstark mit einem Kontrolleur und sticht diesen letztlich nieder.

Der DB-Kontrolleur sei nicht in Lebensgefahr.
Der DB-Kontrolleur sei nicht in Lebensgefahr.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Schwarzfahrer hat in einem Zug den Kontrolleur niedergestochen und schwer verletzt. Das Opfer befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwochabend auf niederländischem Gebiet. Der Zug war nach Angaben der niederländischen Polizei auf dem Weg von Heerlen nach Aachen.

Als der 48-jährige deutsche Zugbegleiter den Fahrausweis sehen wollte, habe es Streit und ein Handgemenge gegeben. Dann habe der Schwarzfahrer, der zunächst nicht identifiziert werden konnte, mit einem spitzen Gegenstand dem Schaffner in den Bauch gestochen. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht, der Angreifer festgenommen, berichtete die Polizei der holländischen Provinz Limburg. Der Zugverkehr auf der Strecke kam vorläufig zum Stehen.

Berliner Kontrolleur angegriffen

Erst am Wochenende kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Berlin. Dort schubste ein aggressiver U-Bahn-Schwarzfahrer am Schlesischen Tor einen Kontrolleur ins Gleisbett. Der 33-Jährige wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Er war zuvor mit einem Kollegen in der U1 an drei betrunkene Männer geraten. Die jungen Männer hatten keine gültigen Fahrscheine und wurden tätlich gegen die Kontrolleure.

Der geschubste Kontrolleur konnte sich vor dem Einzug der U-Bahn retten. Mit Hilfe herbeigeeilter Kollegen gelang es den Kontrolleuren schließlich, die drei Betrunkenen unter Kontrolle zu bringen, bis die Polizei eintraf und sie festnahm. Die Männer gaben in den Vernehmungen an, von den BVG-Mitarbeitern provoziert und ebenfalls geschlagen worden zu sein.

Quelle: n-tv.de

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