Panorama

Hunderte Nerze von Eltern getötet: Schwedische Luftwaffe ist schuld

Bei einem Militärmanöver im vergangenen Sommer donnern schwedische Kampfjets im Tiefflug über eine Nerzfarm hinweg. Die gestressten Tiere drehen durch, schalten auf Abwehr und töten ihren Nachwuchs. Die Luftwaffe übernimmt die Verantwortung und entschädigt die Züchter.

Ein Kampfflugzeug vom Typ JAS-39 Gripen bei einem Demonstrationsflug im schwedischen Linkoping.
Ein Kampfflugzeug vom Typ JAS-39 Gripen bei einem Demonstrationsflug im schwedischen Linkoping.(Foto: picture alliance / dpa)

Die schwedische Luftwaffe hat die Verantwortung für den Tod von hunderten jungen Nerzen übernommen, die während eines Tiefflug-Manövers von ihren gestressten Eltern getötet worden waren. Die Luftwaffe habe Schuld an dem "unglücklichen Vorfall" und werde die Züchter entschädigen, sagte Militär-Anwältin Lena Ahlström den Medien des Landes.

Der Vorfall liegt bereits mehrere Monate zurück. Nachdem Kampfflugzeuge vergangenen Sommer im Tiefflug über Zuchtbetriebe im westschwedischen Saatenäs hinweggedonnert waren, entdeckten die Besitzer 500 bis 600 junge Nerze, die von ihren älteren Genossen regelrecht massakriert worden waren.

Ein führender Vertreter des Verbands der Pelztier, Johan Dahlen, erklärte dem Sender, dass Nerze keinen Lärm vertragen. Das Manöver habe die Tiere so verstört, dass sie durchgedreht und auf Gegenwehr geschaltet hätten.

Quelle: n-tv.de

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