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Dienstag, 30. Juni 2009

Zweieinhalb Jahre später: Selbstmord entpuppt sich als Mord

Der Täter hatte sogar einen vermeintlichen Abschiedsbrief geschrieben, um seine Tat zu decken. Nun steht die Polizei vor dem Problem, dass alle Spuren längst vernichtet sind.
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(Foto: dpa)

Nach zweieinhalb Jahren hat sich ein vermeintlicher Selbstmord in Viersen in Nordrhein-Westfalen als perfide getarnter Mord entpuppt. Das sagte ein Polizeisprecher in Mönchengladbach. Ein 34-jähriger Mann war am 16. Januar 2007 tot in seiner Wohnung entdeckt worden, bei ihm lag ein handgeschriebener Abschiedsbrief, der von seiner Verzweiflung zeugte.

Monate später kursierten erste Gerüchte und ein Schreiben in der niederrheinischen Stadt, Zweifel an der Selbstmord-Version tauchten auf. Die Polizei nahm die Ermittlungen wieder auf. Als sich der Verdacht erhärtete, beantragten die Ermittler die Exhumierung der Leiche.

Spuren sind vernichtet

Gerichtsmediziner stießen prompt "auf Verletzungen, die man sich nicht selbst beibringen kann". Nun steht die Mordkommission vor einem Problem: Der gesamte Hausstand des Opfers existiert nicht mehr, am Tatort wurden keine Spuren gesichert.

Nicht einmal die Handschrift des Abschiedsbriefes kann mehr mit der des Opfers verglichen werden, weil sich keine Aufzeichnungen mehr finden. Der 34-Jährige hatte zuletzt als Aufsicht in einer Spielhalle gearbeitet. Die Kriminalpolizei fahndet nun mit Flugblättern nach Zeugen aus dem Umfeld des Opfers.

dpa

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