Nach einem Monat im Eis"Sodrushestwo" befreit

Als letztes von fünf im Eismeer festgefrorenen Schiffen der russischen Fischereiflotte wird die "Sodrushestwo" von Eisbrechern befreit. Insgesamt steckten seit Dezember mehr als 600 Seeleute in der Kälte fest.
Nach einem Monat im Eis des Ochotskischen Meeres haben zwei Eisbrecher ein russisches Fischerschiff mit 368 Menschen an Bord befreit. Der Einsatz sei erfolgreich beendet worden, sagte ein Sprecher der russischen Fischereibehörde. Die "Sodrushestwo" wurde als letztes von fünf Schiffen gerettet, die seit Ende Dezember mit insgesamt mehr als 600 Seeleuten in der Region feststeckten.
Laut dem Sprecher der Fischereibehörde, Alexander Saweljew, bahnten die beiden Eisbrecher der "Sodrushestwo" am Sonntag den Weg in eisfreie Gewässer. Das Schiff könne nun selbstständig seine Fahrt fortsetzen. "Allen Seeleuten geht es gut", fügte Saweljew hinzu.
Die schwimmende Fischfabrik und vier weitere Schiffe hatten vor einem Monat um Hilfe gerufen, weil sie bei Temperaturen unter 20 Grad minus in einer zwei bis vier Meter tiefen Eisdecke feststeckten. Insgesamt waren mehr als 600 Menschen an Bord der Schiffe, die den Warnungen der Behörden zum Trotz in die Sachalin-Bucht gesteuert waren. Drei Eisbrecher und mehrere Hubschrauber wurden eingesetzt, um die Schiffe zu befreien. Der Einsatz sei von einem "nie dagewesenen Ausmaß" gewesen, sagte der Chef der Fischereibehörde, Andrej Kraini, im Fernsehsender Perwji Kanal.
Bereits Anfang Januar hatten die Eisbrecher versucht, die Schiffe zu befreien, unterstützt wurden sie von vier Hubschraubern. Doch Temperaturen von minus 22 Grad und schlechte Sicht gestalteten die Rettungsaktion äußerst schwierig. Dennoch gelang es einem Eisbrecher, das Schiff "Mys Elisawety" mit 78 Besatzungsmitgliedern in der Nacht zum 5. Januar aus dem Eis zu ziehen. Am 6., 10. und 24. Januar folgten drei weitere Schiffe, zuletzt schließlich die "Sodrushestwo". Zwischenzeitlich fror sogar einer der Eisbrecher ein und musste von einem anderen Eisbrecher befreit werden.