Samstag, 14. Juli 2007
"Ich war verzweifelt": Soldat lässt sich anschießen
Aus Angst vor einem neuen Einsatz im Irak hat ein New Yorker Soldat einen Schützen angeheuert und sich freiwillig ins Knie schießen lassen. "Ich war verzweifelt und wollte um jeden Preis daheim bleiben. Ich wusste mir keinen anderen Rat", sagte der 20- jährige Jonathan Aponte. Er, seine 22-jährige Frau und der Schütze wurden vorübergehend festgenommen. Ihnen drohen empfindliche Haftstrafen wegen Verschwörung.
Bei der Polizei gab der Soldat zunächst an, er sei ausgeraubt und angeschossen worden. Später räumte er ein, dem Schützen 500 Dollar gezahlt zu haben, um durch eine Schussverletzung seine unmittelbar bevorstehende erneute Einberufung zu verhindern. "Im Vergleich zu der Gefahr, jeden Tag erschossen zu werden, ist das sicher besser", sagte er.
Aponte war zuvor bereits zu einem zehn Monate dauernden Einsatz im Irak. Nach Angaben seines Anwalts Marty Goldberg ist er durch die Erfahrungen dort traumatisiert. "Er ist ein amerikanischer Soldat, der an der Front für sein Land gekämpft hat. Jetzt braucht er Mitgefühl und medizinische Behandlung." Das Gerichtsverfahren ist für September vorgesehen.
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