Sonntag, 05. August 2007
Mitleid mit Kängurus
Soldaten verweigern Befehl
In der australischen Hauptstadt Canberra haben sich Soldaten einer Militärbasis geweigert, ihre Gewehre gegen Herden von Kängurus zu richten. Statt die rund 3200 Tiere, die kreuz und quer durch das Camp springen, wie sonst üblich einfach abzuschießen, will das Militär einen kostspieligen Transport organisieren. Die Tiere sollen mit präparierten Pfeilen betäubt und in klimatisierten Boxen verladen werden. Wie die Zeitung "Canberra Times" am Samstag berichtete, kostet diese kugelsparende Variante für jedes Tier so viel wie ein "Rund-um-die-Welt"-Flugticket.
Zivilisten erschießen in Australien pro Jahr etwa fünf Millionen Kängurus. Die Population variiere je nach der Trockenheit des Landes zwischen 25 und 80 Millionen Tieren. Der Ökologe der Universität von Canberra, Will Osbourne, bezeichnete es als "absoluten Unsinn", die Kängurus als bedrohte Spezies anzusehen. Er fordere die Soldaten auf, endlich ihrer Pflicht nachzukommen und die Waffen durchzuladen.
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