Panorama

Keine Ruhe für "Protz-Bischof" TebartzStaatsanwalt verschärft Strafbefehl

08.11.2013, 11:48 Uhr
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Sagte er bewusst die Unwahrheit über einen Luxusflug nach Indien? (Foto: imago stock&people)

Dem Limburger Bischof Tebartz-van Elst droht noch mehr Ungemach. Die Hamburger Staatsanwaltschaft zeigt Zähne und wirft dem Kirchenmann schwere Falschaussage vor. Es geht aber nicht um seine Residenz, sondern eine andere Luxus-Affäre.

Derzeit nimmt er eine Auszeit, doch zur Ruhe kommt Limburgs umstrittener Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nicht. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat einen Strafbefehl gegen ihn nun noch einmal präzisiert - und damit verschärft. Das Amtsgericht habe um Ergänzungen im Text gebeten, um noch deutlicher herauszustellen, dass der Kirchenmann vorsätzlich eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben soll, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Amtsgericht Hamburg entscheidet darüber, ob der Strafbefehl erlassen wird. In diesem geht es um falsche Angaben im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien. Ende Oktober hatte das Gericht bekanntgegeben, das Verfahren einstellen zu wollen. Das lehnt die Staatsanwaltschaft aber ab. Wann eine Entscheidung fällt, ist noch unklar.

Ärger an vielen Fronten

Bei einem Strafbefehl handelt es sich um ein leichtes Verfahren, mit dem kleine kriminelle Akte geahndet werden. Es muss keine Hauptverhandlung geben, damit aus dem Strafbefehl eine rechtskräftige Verurteilung folgt.

Parallel zu den Hamburger Juristen beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Limburg mit Untreuevorwürfen. Konkret geht es dabei um den mit 31 Millionen Euro völlig überteuerten Umbau eines Hauses zum luxuriösen Bischofssitz. Tebartz-van Elst hatte angekündigt, sich bald schriftlich zu den Vorwürfen zu äußern.

Quelle: ntv.de, jtw/dpa