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Dass Stillen die beste Art ist, ein Baby zu ernähren, ist unstrittig.
Dass Stillen die beste Art ist, ein Baby zu ernähren, ist unstrittig.(Foto: picture alliance / dpa)

Petition an die Familienministerin: Stillende Mutter geht auf die Barrikaden

Während jeder öffentlich genüsslich ein Drei-Gänge-Menü verspeisen kann, ist das Füttern von Babys in der Öffentlichkeit immer wieder Grund zum Streit. Ganz besonders wenn die Milch nicht aus der Flasche kommt. Eine Mutter begehrt dagegen nun auf.

Blanke Brust mit Baby in der Öffentlichkeit unerwünscht? Eine Mutter aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg wehrt sich dagegen. Sie fordert mit einer Online-Petition ein Gesetz zum Schutz des öffentlichen Stillens. Anlass sei der Besuch mit ihrem Baby in einem Café gewesen, sagte Initiatorin Johanna Spanke.

Das Personal habe sie bei der Bestellung vorsorglich darauf hingewiesen, dass Kinder im Laden nicht gestillt werden dürften. Mit Blick auf die gesundheitlichen Vorteile müsse das Stillen gesellschaftlich mehr Akzeptanz finden, sagte Spanke. Die an das Familienministerium gerichtete Petition unterzeichneten bereits über 3000 Menschen.

"Ich hätte nie gedacht, dass Stillen in der Öffentlichkeit in Deutschland ein Tabu ist! Bis ich mit meinem drei Monate alten Baby ein Berliner Café verlassen musste, da mir der Besitzer mitteilte, in seinem Laden wäre Stillen untersagt", schrieb Spanke in der Petition. "Leider musste ich feststellen, dass es in Deutschland keine gesetzliche Grundlage gibt, welche Mütter, die in Cafés, Restaurants, Eisdielen, Museen, etc. stillen möchten, vor solchen Zurechtweisungen und Beschämungen schützt." Das will sie nun ändern.

Stillen im hinteren Teil erlaubt

Der Café-Betreiber erklärte, es gebe dort kein Stillverbot. Es könne im hinteren Teil des Geschäfts gestillt werden. Offenes Stillen, zum Beispiel am Fenster, untersage man - auch wegen Kundenbeschwerden. Die "Bild"-Zeitung zitierte den Betreiber mit den Worten: "Ich mach auch die Tür zu, wenn ich auf Toilette gehe und lass nicht die ganze Welt dran teilhaben."

Die Kaffeerösterei hatte bereits 2012 für Wirbel gesorgt, weil sie mit einem Poller in der Tür Kinderwagen fernzuhalten versuchte. An der Tür hingen damals Logos, die etwa ein Verbot von Hunden und Kinderwagen andeuteten. Eine durchgestrichene Brust sei bei ihrem Besuch immerhin nicht zu sehen gewesen, sagte Spanke.

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Quelle: n-tv.de

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