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Donnerstag, 24. Mai 2007

Vermutlich Brandstiftung: Synagoge in Genf zerstört

Vermutlich durch Brandstiftung ist die größte Synagoge in Genf zerstört worden. Menschen wurden nach Angaben der Schweizer Polizei nicht verletzt. Zerstört worden ist vor allem die Eingangshalle. Der Gebetsraum sei durch Rauch und Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Schäden innerhalb der Hekhal-Haness-Synagoge seien riesig, sagte der Vorsitzende des Jüdischen Zentrums für Kultur und Religion, Nessim Gaon. Es müsse sich um eine absichtliche Tat handeln. Ähnlich äußerte sich Polizeisprecher Philippe Cosandey. Ein krimineller Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, "es gibt aber auch noch viele andere Möglichkeiten als Brandursache". Ob der Brand einen anti-semitischen Hintergrund habe, könne noch nicht gesagt werden. Berichte über anti-semitische Taten sind in der Schweiz selten.

Die Polizei war gegen 05.00 Uhr zur Brandstelle gerufen worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sich das Feuer an der Synagoge Malagnou schon ausgeweitet, erklärte die Polizei weiter. Knapp eine Stunde später sei es aber unter Kontrolle gewesen.

Das Feuer ereignete sich während des jüdischen Schawuot-Festes. Dabei wird daran erinnert, wie der Überlieferung nach Moses am Berg Sinai von Gott die Thora erhielt. In der Synagoge treffen sich vornehmlich Juden sephardischen Ursprungs, die weitgehend aus dem iberischen Raum kommen. Die ungefähr 1.300 Familien zählende israelitische Kultusgemeinde in Genf unterhält noch weitere Synagogen.

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