Sonntag, 26. April 2009
Weitere Panne in Winnenden: Täter zweimal nicht erkannt
Bei der Fahndung nach dem Amokläufer von Winnenden hat die Polizei den Täter zweimal nicht erkannt. Zwar hätten die Beamten den Schüler Tim K. gesehen, jedoch aufgrund einer falschen Personenbeschreibung für einen Unbeteiligten gehalten, berichtete der "Focus" unter Berufung auf Ermittlungsakten.
Demnach hatte die Besatzung eines Polizeihubschraubers gegen 12.20 Uhr auf dem Hinterhof eines Autohauses in Wendlingen den Schützen bemerkt. Er sei jedoch von den Beamten "aufgrund seines unauffälligen Verhaltens und der abweichenden Personenbeschreibung zunächst nicht als Täter erkannt" worden.
Auch bei einer zweiten Ortung gut eine Minute später hätten die Beamten den Amokschützen nicht erkannt. Wäre es ihnen gelungen, hätten sie ihre Kollegen per Funk vor Tim K. warnen können, hieß es in dem Bericht weiter. Zwei Zivilbeamte wurden durch Schüsse des 17-Jährigen schwer verletzt, anschließend nahm der Täter sich das Leben.
Die Identität des Amokläufers sei den Fahndern frühzeitig bekannt gewesen. In dem Rucksack, den K. vor seinem Verbrechen in der Schultoilette zurückgelassen habe, befanden sich laut "Focus" eine Monatskarte der Stuttgarter Verkehrsbetriebe sowie sein Personalausweis.
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