Panorama

"Spontane" Kernspaltung in FukushimaTepco: Situation nicht kritisch

03.11.2011, 13:40 Uhr
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Reaktor 2 macht Tepco Sorgen. (Foto: Reuters)

Kernspaltung ja, Kernschmelze nein, sagt der Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima. Die Menge des ausgetretenen Xenons deute auf eine "spontane", keine Kettenreaktion in Block 2, so Tepco. Noch immer will das japanische Unternehmen die Reaktoren in diesem Jahr abschalten.

Für eine anhaltende Kernschmelze im Reaktor 2 des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima gibt es nach Angaben des Betreibers keine Hinweise. Eine Tepco-Sprecherin sagte, das Austreten des bei einer Kernspaltung auftretenden Nebenprodukts Xenon sei nur temporär, die Situation nicht kritisch gewesen.

Ein ranghoher Mitarbeiter des Unternehmens wurde konkreter: Es habe keine unkontrollierte Kettenreaktion gegeben, sondern wahrscheinlich eine "spontane" Kernspaltung. Die in dieser Woche gemessenen Radioaktivitätswerte in der Anlage seien so niedrig, dass keine anhaltende und unkontrollierte Reaktion stattgefunden haben könne.

Wasser und Borsäure

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Xenon-Austritt nur temporär? (Foto: AP)

Zuvor hatte Tepco mitgeteilt, dass geringe Mengen der Gase Xenon 133 und Xenon 135 auf eine Kernspaltung in der Kraftwerksruine hindeuteten. Eigenen Angaben zufolge hatte das Unternehmen bereits in der Nacht zuvor vorsichtshalber Wasser und Borsäure in den betroffenen Reaktor eingeleitet.

Die Betreiberfirma habe seit der Atomkatastrophe im März die gefährlich hohen Temperaturen in drei beschädigten Reaktoren senken können, erklärte Tepco. Man hoffe, das "kalte Abschalten" der beschädigten Reaktoren noch dieses Jahr abzuschließen. Dabei müssten die Temperaturen unter dem Siedepunkt stabil sein.

Tepco war für seine zurückhaltende Informationspolitik in den ersten Tagen der Katastrophe massiv kritisiert worden.

Quelle: rpe/rts/AFP