Auf eigenem Bügelbrett bestandenThatcher geizig zu sich selbst
Margaret Thatcher verlangte in ihrer Zeit als britische Premierministerin (1979-1990) nicht nur ihren Landsleuten viel ab. Die konservative Politikerin war auch in eigener Sache materiell anspruchlos. So wollte die "Eiserne Lady" mit eigenem Bügelbrett in Downing Street 10 einrücken. Auch zusätzliche Bettwäsche wollte sie sich nicht geben lassen.
Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher war offenbar ein Sparfuchs und wollte nach dem Umzug in Downing Street 10 ihr eigenes Bügelbrett benutzen. Auch ihr eigenes Geschirr wollte sie verwenden, wie aus bislang unveröffentlichten, einst geheimen Dokumenten aus dem Jahr 1981 hervorgeht. Nach Ablauf einer Frist von 30 Jahren können diese nun eingesehen werden.
Die heute 86-Jährige, die wegen ihrer harten Haltung gegen die Gewerkschaften und ihrer strengen konservativen Politik den Spitznamen "Eiserne Lady" bekam, war wohl besorgt, dass teure Erneuerungen im Wohnsitz der britischen Premiers gegen sie verwendet werden könnte. Sie habe ein "exzellentes Bügelbrett, das zu Hause nicht gebraucht wird", und brauche auch keine zusätzliche Bettwäsche, "da wir nur ein Schlafzimmer benutzen". Auch schaute sie mir Argusaugen auf die Kosten, die dem Steuerzahler durch Londoner Wohnungen von Abgeordneten von außerhalb entstehen könnten.
Die Dokumente zeigen außerdem Parallelen zwischen den ilt in den Jahren 1981 und 2011 auf. In beiden Fällen habe die Polizei Probleme gehabt, die Lage unter Kontrolle zu halten. Außerdem wurden die Massenmedien beschuldigt, die Situation anzuheizen.
Im Sommer 1981 waren vor allem ethnische Minoritäten aus Protest gegen ihre schwierige soziale Lage auf die Straße gegangen und hatten dabei Zerstörung angerichtet. Im vergangenen August wüteten Plünderer mehrere Tage in englischen Städten und hinterließen ebenfalls Schäden in Millionenhöhe.