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Nach fünf Stunden Außeneinsatz schälten die Kollegen Astronaut Peake wieder aus dem Anzug - etwas früher als geplant.
Nach fünf Stunden Außeneinsatz schälten die Kollegen Astronaut Peake wieder aus dem Anzug - etwas früher als geplant.(Foto: Reuters)

Spaziergang im Weltall abgebrochen: Tröpfchen stoppen Astronauten-Einsatz

Ein bislang nicht geklärtes Problem am Anzug des US-Astronauten beendet für Großbritannien einen wissenschaftlichen Meilenstein: Denn nachdem sein Kollege Auffälligkeiten an seiner Ausrüstung meldet, muss auch Tim Peake zurück in die ISS.

Wegen Wasser im Helm des US-Astronauten Tim Kopra hat die Nasa einen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS vorzeitig abgebrochen. "Safety first" (Sicherheit zuerst), schrieb die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa bei Twitter, nachdem Kopra einen Wassertropfen in seinem Helm gemeldet hatte. Für seinen britischen Kollegen Tim Peake endete dessen erster Einsatz im freien Weltraum dadurch verfrüht - nach fast fünf Stunden statt nach sechs.

"Die Crew war nie in Gefahr", versicherte die Nasa. Bei einem dramatischen Fall 2013 hatten sich im Raumanzug eines italienischen Astronauten große Mengen Wasser gebildet. Der Außeneinsatz war damals nach weniger als einer Stunde abgebrochen worden. 

"Tim Kopra meldete zu einem früheren Zeitpunkt, dass die Kohlendioxid-Anzeige höher war als sonst üblich, was später auf einen fehlerhaften Sensor im Anzug zurückgeführt werden konnte", hieß es in einem Nasa-Video. Der Anzug habe ansonsten normal funktioniert, bis Kopra auf den Tropfen aufmerksam geworden sei. Möglicherweise sei es aus dem Kühlkreislauf im Anzug ausgetreten.

Kopra und Peake hatten zuvor erfolgreich eine defekte Solareinheit an der ISS ausgetauscht. Der Ausfall vor rund zwei Monaten hatte einen von acht Spannungsreglern für die Stromversorgung lahmgelegt. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa teilte mit, das Modul sei planmäßig ersetzt worden. "Die Station steht wieder voll unter Strom."

An Bord der ISS unterstützte der US-Astronaut Scott Kelly seine Kollegen beim Außeneinsatz. Derzeit arbeiten zudem drei Russen auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde.

Quelle: n-tv.de

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