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Montag, 10. August 2009

Erdbeben erschüttert Asien: Tsunami befürchtet

Phuket (Thailand) am 26. Dezember 2008: Eine Familie gedenkt der Opfer der schrecklichen Tsunami-Katastrophe von 2004.

Phuket (Thailand) am 26. Dezember 2008: Eine Familie gedenkt der Opfer der schrecklichen Tsunami-Katastrophe von 2004.
(Foto: ap)

Zwei schwere Erdbeben haben am frühen Dienstagmorgen Asien erschüttert. Ein Erdstoß der Stärke 7,6 vor der indischen Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren im Indischen Ozean ließ Befürchtungen aufkommen, dass sich ein Tsunami entwickeln könnte. Die Region Tokio wurde von einem Erdbeben der Stärke 6,6 heimgesucht.

Der Erdstoß vor den Andamanen habe sich rund 260 Kilometer nördlich von Port Blair auf ereignet, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum lag rund 30 Kilometer unter der Erdoberfläche. Die Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren gehört zu Indien.

Das Beben vor der indischen Inselgruppe hätte die Potenz, einen Tsunami auszulösen. In diesem Fall würden die Küsten von Indien, Birma, Indonesien, Thailand und Bangladesch von der Flutwelle erreicht werden können. Das Tsunami-Warnzentrum für die Pazifik-Region auf Hawaii rief die Behörden in auf, nach möglichen Flutwellen Ausschau zu halten. Ein ähnliches Beben hatte Weihnachten 2004 ein schwerer Tsunami nach einem Beben vor der indonesischen Insel Sumatra weite Teile Südasiens verwüstet und eine Viertelmillion Menschen in den Tod gerissen.

Das Beben der Stärke 6,6 erschütterte die japanische Zentralprovinz Shizuoka. Berichte über mögliche Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Behörden gaben am frühen Morgen eine Warnung vor einem Tsunami aus. Nach Angaben der nationalen Meteorologischen Behörde lag das Zentrum des Bebens in rund 20 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden. Zwei Atomreaktoren wurden als Vorsichtsmaßnahme abgeschaltet. Erst am Sonntag hatte ein Beben der Stärke 6,9 Tokio und Umgebung erschüttert. Das Inselreich Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

dpa

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