Panorama

Asiatische HimmelslaternenUFO-Meldungen nehmen zu

13.07.2009, 13:31 Uhr

Asiatische Himmelslaternen rufen immer häufiger UFO-Gläubige auf den Plan. Die Zahl der UFO-Meldungen habe sich in diesem Jahr mehr als verzehnfacht, sagt Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP).

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Alles UFOs? Nein, Himmelslaternen auf dem historischen Ilseder Hüttengelände (Archivbild vom 14. August 2008). (Foto: picture-alliance/ dpa)

Asiatische Himmelslaternen rufen immer häufiger UFO-Gläubige auf den Plan. "Das UFO-Meldepotenzial hat sich in nie gekannte Höhen verändert", sagte der Hobbyastronom Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP).

Die Zahl der UFO-Meldungen habe sich in diesem Jahr mehr als verzehnfacht. Gebe es normalerweise jährlich nur etwa 70 Anrufe wegen angeblicher außerirdischer Fortbewegungsmittel, so seien es vor allem wegen der weitgehend verbotenen Himmelslaternen allein in diesem Jahr bereits 800 Meldungen gewesen, sagte Walter.

Die meisten der mehr oder minder besorgten Meldungen stammen laut CENAP aus den Regionen, in denen der Gebrauch der Laternen verboten ist oder genehmigt werden muss. "Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Berlin sind die Spitzenreiter", sagte Walter, der ein Import- und Verkaufsverbot für die Flugobjekte fordert.

Himmelslaternen sind seit einiger Zeit der Renner auf Partys und vor allem Hochzeiten. Sie funktionieren wie Heißluftballons: Ist die Luft in der Hülle durch die Flamme erhitzt, steigt die Laterne senkrecht auf und hält sich - abhängig von der Größe - bis zu 20 Minuten in der Luft. Erlischt die Flamme, sinkt die Laterne herab.

Erst am Wochenende hatte eine Hochzeitsgesellschaft im südhessischen Dieburg mit asiatischen Himmelslaternen zwei Häuser in Brand gesteckt und einen Schaden von etwa 250.000 Euro verursacht. Auch bei einem Feuer im historischen Kern der Weimarer Innenstadt, bei dem ein Millionenschaden entstand, wurden die beleuchteten Mini-Ballons als Brandursache nicht ausgeschlossen.

Quelle: dpa