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Freitag, 26. Oktober 2007

Ölplattformen stoßen zusammen: Umweltalarm vor Mexiko

Nach dem bisher schwersten Unfall auf mexikanischen Erdölplattformen mit mindestens 19 Toten hat die Staatsanwaltschaft Umweltalarm ausgelöst. Seit der Kollision der beiden Plattformen am vergangenen Dienstag fließt Öl ins Meer. In der Nähe der Ölanlagen im Golf von Mexiko vor dem Bundesstaat Campeche habe sich bereits ein 130 Kilometer großer Ölfleck ausgebreitet, berichteten mexikanische Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft zum Schutz der Umwelt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben die Marine, das Staatsunternehmen Petroleos Mexicanos (Pemex) und weitere staatliche Behörden Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des auslaufenden Öls einzudämmen. Es solle verhindert werden, dass das Erdöl in die Mangroven an den Küsten der Staaten Campeche und Tabasco gelangt, wo es große Umweltschäden anrichten würde.

Der Zusammenstoß rund 30 Kilometer vor dem Hafen Dos Bocas hatte sich bei Sturm und mehreren Meter hohen Wellen ereignet. Wie Pemex- Generaldirektor Jess Reyes Heroles mitteilte, werden noch vier Arbeiter vermisst. Die Suche nach ihnen hält an. 63 Menschen konnten nach dem Unglück gerettet worden.

Fachleute kritisieren seit langem die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen des Staatskonzerns, in dessen Anlagen allein seit Mai dieses Jahres sechs Arbeiter bei Unfällen zu Tode gekommen sind. Überlebende des Unglücks vom Dienstag berichteten, die Rettungsinseln hätten nicht funktioniert. "Die Rettungsinsel öffnete sich plötzlich, und eine große Welle riss uns ins Meer", sagte Pastor Garzia, der mit dem Leben davon gekommen ist. "Einige wurden bewusstlos und dann vom Wasser weggerissen, andere konnten sich an Seilen festhalten und in das Rettungsboot zurückklettern."

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