Krawalle in SüdafrikaUnruhen weiten sich aus
Die seit mehreren Tagen im südafrikanischen Township Alexandra andauernden ausländerfeindlichen Unruhen haben sich auf ein weiteres Armenviertel von Johannesburg ausgeweitet.
Die seit mehreren Tagen im südafrikanischen Township Alexandra andauernden ausländerfeindlichen Unruhen haben sich auf ein weiteres Armenviertel von Johannesburg ausgeweitet.
Nach Angaben des südafrikanischen Rundfunks kamen dort mindestens zwei Menschen ums Leben. Bei den neuen Krawallen im Diepsloot-Township wurde die Polizei zudem mit scharfer Munition beschossen. Mehrere Läden seien geplündert und Barrikaden errichtet worden. Die Beamten hatten zuvor im Armenviertel Alexandra eine wütende Menschenmenge gewaltsam auseinandertrieben.
Polizei bietet Schutz
Mehr als 1000 Ausländer übernachteten aus Angst um ihr Leben erneut in einer Polizeistation. Im Fernsehen hatten die Bewohner einen Abzug der meist aus afrikanischen Nachbarländern stammenden Ausländer gefordert. Ihnen werden Kriminalität sowie eine Art Verdrängungswettbewerb bei Arbeitsplätzen vorgeworfen.
Nach Schätzungen leben bis zu drei Millionen Simbabwer in Südafrika, die vor dem Chaos in ihrem Land geflohen sind. Vertreter von Regierung, Menschenrechtsorganisationen, Parteien und Kirchen hatten die Übergriffe aufs Schärfste verurteilt. Die Opposition hatte am Vortag die Entsendung des Militärs gefordert.