Panorama

100 Kühe verbrennen auf BauernhöfenUnwetter wüten im Süden

30.06.2011, 11:38 Uhr
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Dienst an der Bevölkerung: Ein Feuerwehrmann trägt eine Frau zur S-Bahn-Station. (Foto: dpa)

Tunnel und Straßen werden überschwemmt, Keller laufen voll: In Oberbayern, Schwaben und anderen Teilen Süddeutschlands wüten Unwetter. In München steht das Wasser in einer Tiefgarage meterhoch. Derweil sterben in Oberbayern mehr als 100 Kühe durch Brände. Die Ursache dafür ist noch unklar.

Heftige Unwetter mit stundenlangem Regen haben in Bayern mehrere Tunnel und Straßen überflutet. Besonders betroffen war Oberbayern. Allein in München rückten Polizei und Feuerwehr mehr als 170 Mal aus. In der Tiefgarage eines Münchner Einkaufszentrums stand das Wasser meterhoch, wie die Polizei Oberbayern berichtete.

Das Gewitter riss in den frühen Morgenstunden viele Menschen in München aus dem Schlaf. Dann fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes örtlich 52 Liter Regen pro Stunde. Stark betroffen war neben München auch der Landkreis Starnberg. Menschen wurden bei dem Unwetter nicht verletzt.

Allgäu, Oberpfalz, Schwaben

Im Allgäu überflutete der Starkregen nach Angaben der Polizei in Kempten einige Wiesen und Felder. Vereinzelt sei das Wasser auch in Keller gelaufen und habe sich in Unterführungen gestaut. Auch in der Oberpfalz musste die Feuerwehr mehrere Keller auspumpen, die nach starkem Regen überschwemmt wurden.

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In Rott im Kreis Landsberg am Lech stehen die Straßen unter Wasser. (Foto: dpa)

Auch in Schwaben wurden mehrere Straßen und Keller überschwemmt. Das Unwetter traf vor allem Biberach, Bad Schussenried und Ochsenhausen. Wie die Polizei in Biberach mitteilte, musste eine Landstraße zeitweise gesperrt werden. Einen größeren Schaden habe das Unwetter jedoch nicht angerichtet.

In der Nähe von Meersburg am Bodensee war eine Landstraße auf 100 Metern Länge überschwemmt. Das Wasser habe dort 25 Zentimeter hoch gestanden, nachdem ein Bach stark angestiegen sei, teilte die Polizei mit.

Kühe verbrennen in Ställen

Derweil sind mehr als 100 Kühe bei Bränden auf bayerischen Bauernhöfen verendet. Schlimm wütete das Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im oberbayerischen Altomünster: Dort kamen nach Angaben der Polizei in Ingolstadt rund 100 Rinder in ihren Stallungen ums Leben. Der Sachschaden betrage rund 800.000 Euro. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, hieß es.

Beim Feuer in einer Scheune in Anzing verendeten ebenfalls in der Nacht weitere sechs Kühe, wie die Polizei mitteilte. Dort sei ein Sachschaden von etwa 200.000 Euro entstanden. Auch in Anzing war die Brandursache zunächst unklar.

Quelle: dpa