Montag, 22. März 2010
Kondomstreit auf den Philippinen: WHO gegen Bischöfe
Kondome solcherart getragen schützen allerdings nicht vor einer Ansteckung.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Im Kondomstreit zwischen der philippinischen Regierung und der katholischen Kirche hat sich jetzt die Weltgesundheitsorganisation WHO zu Wort gemeldet. Sie reagierte auf eine Kampagne der Bischöfe, die Kondome als wenig verlässlich im Einsatz gegen HIV-Infektionen bezeichnet hatten. "Die korrekte und konsequente Anwendung von qualitativ hochwertigen Kondomen bietet 85 bis 90 Prozent Schutz vor HIV-Übertragungen", sagte der WHO-Vertreter in Manila, Soe Nyunt-U.
Das Gesundheitsministerium hatte sich den Zorn der einflussreichen Kirche zugezogen, weil sie vor dem Valentinstag im Februar umsonst Kondome verteilt hatte. Das untergrabe Anstand und Moral, monierten die Bischöfe. 80 Prozent der gut 90 Millionen Einwohner sind Katholiken.
Die Zahl der HIV-Infizierten auf den Philippinen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von einer Infektion alle drei Tage im Jahr 2000 zu zwei Infektionen pro Tag im vergangenen Jahr. Auf den Philippinen sind 4400 Menschen mit HIV infiziert oder an Aids erkrankt. Die Zahl dürfte sich innerhalb eines Jahrs verdoppeln, fürchtet das Gesundheitsministerium.
dpa
Bilderserien zur Nachricht
Panorama
-
Aus drei mach' eine
Nordkirche gegründet
-
Hauptbahnhof Mönchengladbach
Jugendliche verprügeln Frauen
-
Motivsuche in Finnland
18-Jähriger tötete "zufällig"
-
Historische Gebäude
Coburger Altstadt brennt
-
Detonation tötet einen Menschen in Chile
Auto löst Landmine aus
-
Acht schlimme Jahre in Bosnien
Deutsche als Sklavin gehalten
-
Todesfall beim Volleyballspiel in Japan
Russischer Konsul stirbt
-
Raffaels Kultbild wird 500
"Die Sixtina lehrt Ehrfurcht"
-
In Kampfuniform
Finne erschießt Nachtschwärmer
-
Totschlag vor 33 Jahren
51-Jähriger angeklagt
-
Berlusconi und seine Partys
Mädchen tanzte als Obama
-
Operation gegen Hells Angels in Kiel
Polizei sucht Folterkammer

