Loch im KreuzfahrtschiffWasser überflutet Motorraum

Schreck auf der Donau: Ein Stein drückt ein Loch in die Bordwand eines Kreuzfahrtschiffs, in letzter Sekunde erreicht dieses noch das Ufer.
Ein Flusskreuzfahrtsschiff mit mehr als 150 Menschen an Bord ist auf der Donau im bayerischen Landkreis Deggendorf leck geschlagen. Als die unter Malteser Flagge fahrende "Avalon Tranquility" den Ort Winzer passierte, habe sich durch den Wellengang ein am Ufer verankerter schwimmender Ladungsbehälter, ein sogenannter Schubleichter, losgerissen, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Samstag mit. Dieser habe das Passagierschiff gegen einen Stein gedrückt, der ein Loch in dessen Bordwand gerissen habe. Dadurch sei eine Menge Wasser in den Motorraum der "Avalon Tranquility" gedrungen. Dem Kapitän sei es aber gelungen, am Donauufer anzulegen.
Ein zweites Passagierschiff nahm die 157 Fahrgäste des Schiffes, die aus den USA, Australien und Neuseeland stammten, sowie den Großteil der 41-köpfigen Besatzung auf und brachte sie zum Hafen von Deggendorf. Eine 71-jährige Australierin erlitt durch den Unfall einen Schock. Sie wurde nach Angaben der Polizei in ein Krankenhaus eingeliefert.
Um ein Sinken des Kreuzfahrtschiffes zu verhindern, wurde ein Großeinsatz von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk gestartet. Das leck geschlagene Schiff werde derzeit durch den Einsatz von Pumpen über Wasser gehalten, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Vor einer Bergung des Schiffes sollten Taucher das Leck im Schiffsrumpf begutachten. Am Unfallort wurde die Donau in beide Richtungen für die Schifffahrt gesperrt.