Gedenken an Hitler-AttentäterWettbewerb für Elser-Denkmal
Am 21. Januar 2010 wird offiziell ein deutschlandweiter Kunstwettbewerb zu dem vom Berliner Senat geplanten Denkmal für den Hitler-Attentäter Johann Georg Elser eröffnet.
Am 21. Januar 2010 wird offiziell ein deutschlandweiter Kunstwettbewerb zu dem vom Berliner Senat geplanten Denkmal für den Hitler-Attentäter Johann Georg Elser eröffnet. Das Ergebnis soll im September 2010 vorliegen. Das kündigte Kulturstaatssekretär André Schmitz jetzt in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Uwe Lehmann-Brauns an.
An dem Wettbewerb sollen sich "deutschlandweit die besten Künstlerinnen und Künstler" beteiligen können. Den ersten Anstoß für ein solches Denkmal, das möglicherweise auf dem Gelände des einstigen "Führerbunkers" unweit des Potsdamer Platzes errichtet wird, habe der Dramatiker Rolf Hochhuth ("Der Stellvertreter") gegeben, dem dafür Dank und Respekt gebühre, betonte Schmitz.
Der Schreiner Georg Elser verübte am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller ein Sprengstoffattentat auf Hitler, das der Diktator jedoch überlebte, weil er früher als geplant den Bürgerbräukeller verließ. Bei der Explosion wurden acht Menschen getötet und 63 verletzt. Elser wurde noch am Abend verhaftet und ins Konzentrationslager deportiert. Wenige Tage vor Kriegsende 1945 wurde er in Dachau ermordet.
Das in Berlin geplante Denkmal oder "Denkzeichen" soll laut Schmitz jedoch "nicht "Schlussstein" des notwendigen gesellschaftspolitischen Diskurses sein". Vielmehr solle es "auch nachfolgende Generationen noch für das Thema sensibilisieren und zum Nachdenken anregen".