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Donnerstag, 21. Januar 2010

Erdrutsche und schlechtes Wasser: Wieder Umsiedlung am Jangtse

Ein Mann ist mit Abrissarbeiten in Badong nahe des Jangtse-Stroms beschäftigt (Archivfoto).

Ein Mann ist mit Abrissarbeiten in Badong nahe des Jangtse-Stroms beschäftigt (Archivfoto).
(Foto: dpa)

Im Gebiet des Drei-Schluchten-Damms in Zentralchina sollen weitere 300.000 Menschen ihre Heimat verlassen. Die Umsiedlung sei nötig, um einen ökologischen Schutzgürtel um das riesige Wasserreservoir herum zu errichten, berichteten staatliche Medien. Für den Bau des gigantischen Damms am Jangtse-Strom, mit dem das größte Wasserkraftwerk der Welt entstand, waren in den vergangenen Jahren bereits rund 1,4 Millionen Menschen umgesiedelt worden. Es gibt erhebliche Probleme mit Wasserverschmutzung und Erdrutschen.

Mit der Umsiedlung der 300.000 Menschen aus den Gebieten rund um das Reservoir soll die Wasserqualität des Jangtse verbessert werden, da dann weniger Abwasser in den Strom fließen würde, sagte ein Verantwortlicher für die Umsiedlung laut der Zeitung "China Daily". Außerdem müssten die Menschen vor möglichen Erdrutschen in Sicherheit gebracht werden. Die Umsiedlung, die noch abschließend vom Staatsrat beschlossen werden muss, soll sich über zehn Jahre hinziehen.

Die Arbeiten an dem Staudammprojekt begannen im Jahr 1993. Seit 2008 wird das Reservoir mit Wasser gefüllt und Elektrizität produziert. Der Damm ist 185 Meter hoch, das Reservoir hat eine Länge von rund 600 Kilometern.

dpa

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