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Donnerstag, 24. Mai 2007

"Erik" oder "Erika": Wolf in Niedersachsen gesichtet

In Niedersachsen hat sich erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder ein Wolf angesiedelt. Wie die Firma Rheinmetall am Donnerstag mitteilte, lebt der Wolf seit mehreren Monaten auf einem Testgelände des Wehrtechnikunternehmens in der Lüneburger Heide bei Unterlüß. Der Forstverwalter habe das Tier eindeutig identifiziert. Sobald das Geschlecht feststehe, solle der Wolf den Namen "Erik" oder "Erika" erhalten. In Sachsen haben sich bereits seit längerem wieder zwei Wolfsrudel angesiedelt.

"Es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf", sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover. "Der Wolf ist in Niedersachsen herzlich willkommen, wir freuen uns, dass er da ist." Die Jagd auf Wölfe sei in Deutschland verboten. Der Vizepräsident des Deutschen Jagdschutzverbandes, Wolfgang Bethe erklärte, Wölfe hielten Distanz zu Menschen. Problematisch könnte es nur werden, wenn der Wolf in Siedlungsgebiete vordringe und neben Schafen und Rindern auch Haustiere reiße. Eventuell müssten ihm Jäger genügend Beutetiere überlassen.

Der Wolf wurde erstmals im September auf dem 5400 Hektar großen Areal der Rheinmetall im Kreis Celle gesichtet, wie der Leiter der Forstverwaltung des Unternehmens, Theo Grüntjens erklärte. "Er wartet nun darauf, einen Paarungspartner zu finden." Die DNA-Analyse einer Haarprobe solle die Herkunft des Tieres klären. Das für die Öffentlichkeit größtenteils nicht zugängliche Gelände wird nur zu einem kleinen Teil für Schießübungen und die Erprobung militärischer Fahrzeuge genutzt. Es bietet bedrohten Tierarten ideale Lebensbedingungen und verfügt über eine große Artenvielfalt.

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