Panorama

Crash über dem HudsonZwei Fluglotsen suspendiert

14.08.2009, 15:26 Uhr

Nach dem Flugunglück über dem Hudson River in New York sind zwei Fluglotsen vom Dienst suspendiert worden. Der eine hatte während des Unfalls mit seiner Freundin telefoniert, der andere war nicht wie vorgeschrieben im Kontrollturm.

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Das Wrack der Helikopters (Foto: AP)

Das berichtete die "New York Times". Bei dem Zusammenstoß eines Privatflugzeugs mit einem Sightseeing-Hubschrauber waren am vergangenen Samstag neun Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Jugendliche.

Der Lotse, der für das einmotorige Flugzeug zuständig war, habe in der fraglichen Zeit ein "offensichtlich unsachgemäßes" Telefonat geführt, teilte die US-Flugbehörde FAA in einer schriftlichen Erklärung mit. Sein Vorgesetzter sei außerhalb des Gebäudes gewesen.

"Obwohl wir bisher keinen Anlass haben zu glauben, dass dies zum Unfall beigetragen hat, ist dieses Verhalten nicht akzeptabel", erklärte FAA-Sprecherin Laura Brown. Gegen beide Mitarbeiter sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

In dem Flussabschnitt über dem Hudson, in dem es zu dem Zusammenstoß kam, dürfen Kleinflugzeuge und Hubschrauber auf Sicht fliegen, also ohne direkte Kontrolle. Der jetzt beurlaubte Lotse hatte den Abflug der einmotorigen Piper an den Ankunftsflughafen gemeldet. Dieser bekam allerdings keine Antwort mehr von dem Piloten.

Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt, wie bei dem Zusammenstoß eine Tragfläche des Flugzeugs abriss, die Rotorblätter des Helikopters wurden beschädigt. Beide Maschinen stürzten innerhalb von Sekunden in den Fluss. Erst am Dienstag konnten die letzten Leichen der Opfer und das Wrack des Kleinflugzeugs geborgen worden.

Quelle: dpa