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Dienstag, 20. Mai 2008

Suche nach Erdbeben-Opfern: Zwei Menschen gerettet

Acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben in China sind zwei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden. 195 Stunden überlebte eine Frau in der Stadt Pengzhou. Die 60-Jährige sei in der Erdbeben-Provinz Sichuan geborgen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Die Gerettete sei bei Bewusstsein gewesen, als Helfer sie aus den Trümmern zogen. Die Frau habe überlebt, indem sie Regenwasser getrunken habe. Im Bezirk Wenchuan bargen die Rettungskräfte einen 31-Jährigen, der laut Xinhua 179 Stunden verschüttet war.

In Wenchuan hatten laut Xinhua mehr als hundert Rettungskräfte insgesamt 30 Stunden lang an der Bergung des 31-jährigen Ma Yuanjiang gearbeitet. Der leitende Angestellte eines Kraftwerks war durch das Erdbeben unter den Trümmern seines Büros verschüttet worden. Die Rettungskräfte mussten sich mit Hammer und Schaufel durch zehn Zementplatten vorarbeiten, bevor Ma mit Schnittwunden in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Er war am Sonntag nach der Rettung eines Kollegen entdeckt und bis zu seiner Rettung über einen Strohhalm mit gesüßtem Wasser ernährt worden.

Hilfe aus Deutschland

Unterdessen schickt Deutschland weitere Hilfsgüter in das Krisengebiet. Wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilte, entsendet die Hilfsorganisation elf Katastrophenhelfer mit einem mobilen Krankenhaus in die Provinz Sichuan. Das DRK-Hospital ist mit Röntgenstation, Labor und zwei Operationssälen versehen und soll gemeinsam mit den Spezialisten voraussichtlich am Donnerstag abfliegen. Die Helfer sollen eine komplette Krankenhauslandschaft auf Zeltbasis errichten, in der bis zu 125 Patienten stationär versorgt werden können. Insgesamt will das Rote Kreuz mit dem mobilen Krankenhaus rund 250.000 Menschen medizinisch betreuen.

Die DRK-Mitarbeiter stellen den Betrieb der mobilen Klinik vor Ort sicher und weisen die chinesischen Kollegen ein, die das Feldlazarett dann selbstständig führen sollen. Die regionale Schwestergesellschaft des Roten Kreuzes in China habe sich mit einem Hilfegesuch an das DRK gewandt, das nun nach Absprache mit dem nationalen Krisenstab in Peking tätig werde. Die elf Spezialisten - Techniker, Ärzte, Laboranten, Verwaltungsfachleute - kommen aus verschiedenen Landesverbänden, die meisten entsendet mit fünf Helfern das Bayerische Rote Kreuz.

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