Panorama

Flugzeugunglück in EisenachZwei Menschen in Lebensgefahr

27.04.2008, 10:18 Uhr

Der Zustand zweier weiterer Schwerverletzter, darunter der 35 Jahre alte Pilot, sei inzwischen stabil, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion.

Nach dem Flugzeugunglück bei einer Flugschau in Eisenach schweben noch zwei Menschen in Lebensgefahr. "Für ein 14 Jahre altes Mädchen und einen schwer verletzten Mann sieht es nicht gut aus", sagte der Leiter der Polizeiinspektion Eisenach, Maik Haselow. Das Propellerflugzeug war aus bisher ungeklärter Ursache über das Rollfeld des Flugplatzes Eisenach-Kindel hinaus in eine Menschenmenge gerast und hatte eine 45 Jahre alte Frau in den Tod gerissen. 15 weitere Zuschauer wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Am Morgen setzte die Deutsche Flugsicherung ihre Untersuchungen am Flugzeugwrack fort.

Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um ein tschechisches Arbeitsflugzeug vom Typ Z-37. Dieser Typ ist unter dem Namen "Hummel" bekannt. Die einmotorige Propellermaschine kam für unterschiedlichste Aufgaben zum Einsatz. Schwerpunktbereich war die Landwirtschaft. Sie diente außerdem als Schlepp-, Lösch- und Transportflugzeug. Die Z-37 wurde von 1965 an gebaut und war vor allem in der ehemaligen DDR im Einsatz. Ausgerüstet ist die Z-37 mit Tanks für Wasser und Dünger. Die knapp 1,2 Tonnen schwere Maschine kann etwa 900 Kilogramm Nutzlast zuladen. Heute gibt es nur noch wenige flugfähige Exemplare.