Panorama

Was sonst noch passierteFalsch gefälscht

08.08.2009, 14:22 Uhr

Und wieder einmal war die Polizei in unterschiedlicher Mission unterwegs. Die Beamten bändigten einen bissigen Ehemann, überführten einen vermeintlich wilden Treckerfahrer und eine "74-jährige" Discobesucherin und ließen sich zu einem ungewöhnlichen Plauderstündchen locken.

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Zwischen 14 und 74 Jahren liegen dann doch manchmal Welten. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Ihre Fälschungskünste haben eine 14 Jahre alte Discobesucherin in München im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen lassen: Weil sie unbedingt am Türsteher vorbei in einen Club wollte, hatte die Schülerin das Geburtsjahr auf ihrem Personalausweis von einem Freund von 1995 auf 1935 ändern lassen. Trotz Make-up sah sie allerdings nicht wie 74 Jahre aus und flog sofort auf, wie die Polizei München berichtete. Statt zum Tanz wurde sie auf die Polizeiwache geführt, wo sie eine Anzeige wegen Missbrauchs von Ausweispapieren erwartete. Ihr Vater durfte sie anschließend abholen. Auch gegen ihren Bekannten wird wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Mit 123 im Trecker über die Autobahn?

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So manch einer ist schneller, als die Polizei erlaubt - auch ein altersschwacher Trecker? (Foto: picture-alliance/ dpa)

Auf seinem alten Trecker soll Kartoffelbauer Thorsten Hölck aus dem schleswig-holsteinischen Reinsbüttel mit Tempo 123 über die Autobahn gerast sein. Das behauptet jedenfalls die bayerische Polizei, die den Ackerschlepper des Landwirts auf der Autobahn 8 (München-Salzburg) am Irschenberg geblitzt haben will, in einem Bußgeldbescheid. Hölck legte unter Hinweis auf die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde Widerspruch ein, berichtete die "Dithmarscher Landeszeitung" am Mittwoch. Ein Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes in Straubing räumte ein, es könne eine Verwechslung gegeben haben.

Plauderstündchen

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Bestimmt gab's für den Beamten auch eine Tasse Kaffee. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Zwei Polizisten im südbadischen Breisach haben sich als echte Freunde und Helfer bewährt. Eine 89 Jahre alte Frau meldete sich über Notruf bei der Polizei und forderte eine Streifenwagenbesatzung an, teilte das örtliche Polizeirevier am Mittwoch mit. Grund des Alarms: Die alte alleinstehende Dame suchte jemanden, mit dem sie sich über die alltäglichen Dinge des Lebens unterhalten konnte. Die Polizisten leisteten ihr lange Gesellschaft. "Die Aufgabe der Beamten bestand in erster Linie aus geduldigem Zuhören", meldete der Polizeibericht. Probleme oder eine Straftat mussten nicht bearbeitet werden.

Vorsicht, bissiger Ehemann!

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Biss sagt mehr als tausend Worte: Nachdem einem Mann während eines Ehekraches offenbar die Argumente ausgegangen waren, hat er seine Frau einfach in die Wade gebissen. Der 28-Jährige hatte sich zunächst in der gemeinsamen Mannheimer Wohnung heftig mit seiner Angetrauten gestritten, berichtete die Polizei am Montag. Als der Streit eskalierte, schlug er zunächst mit einer Gardinenstange auf die 29-Jährige ein. Bei der anschließenden Rangelei schließlich biss der Mann zu. Die Beamten verwiesen ihn nach der Prügelei vorerst der Wohnung. Er muss den Angaben zufolge mit einer Anzeige rechnen.

Quelle: kse/dpa