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Fragen und AntwortenSchutz gegen die Schweinegrippe

11.06.2009, 16:05 Uhr

Mit der Ausbreitung der sogenannten Schweinegrippe wächst die Angst vor einer Ansteckung. Hier die wichtigsten Antworten zum Schutz vor einer Infektion.

Mit der Ausbreitung der sogenannten Schweinegrippe wächst die Angst vor einer Ansteckung. Die Krankheit wird ausgelöst durch das Influenza-Virus A/H1N1, das von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Nachfolgend die wichtigsten Antworten zum Schutz vor einer Infektion:

Wie wird das Virus übertragen?

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Atemschutzmasken können nur einen ganz geringen Schutz vor der Schweinegrippe bieten. (Foto: dpa)

Die Übertragung geschieht wie bei der normalen Grippe durch Tröpfcheninfektion - etwa durch Niesen, Husten oder Küssen. Das Virus klebt aber auch an den Händen und kann somit durch Händeschütteln verbreitet werden.

Welche Symptome treten auf?

Die Anzeichen für eine Schweinegrippe ähneln den Symptomen der normalen saisonalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Husten und Gliederschmerzen. Auch Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind möglich.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt meist wenige Stunden bis zu drei Tage. Innerhalb dieser Frist kann die Person aber bereits andere Menschen anstecken, da das Virus schon über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums ausgeschieden wird. Viren werden im Durchschnitt bis zu sieben Tage abgesondert.

Welche Schutzmaßnahmen wirken im Alltag?

Experten empfehlen regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Dies gilt besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder bei der Rückkehr vom Einkaufen. Zudem sollte gegenseitiges Anniesen oder Anhusten vermieden werden. Auch das regelmäßige Belüften von Räumen ist wichtig. Wer ganz sichergehen will, sollte Menschenansammlungen auf engstem Raum meiden. Außerdem wird von Reisen in Risikogebiete abgeraten.

Ist der Verzehr von Schweinefleisch weiter möglich?

Von dem Genuss von Schweinefleisch geht nach Ansicht von Experten keine Gefahr aus, da dieses vor dem Verzehr in der Regel auf 72 Grad erhitzt wird und dadurch die Viren absterben.

Welchen Schutz bieten Atemschutzmasken?

Laut Robert-Koch-Institut bieten Atemschutzmasken, wie sie in Asien bei Seuchen häufig angewendet werden, nur einen geringen Schutz. Sie werden von dem Institut daher nicht aktiv empfohlen, auch damit sich die Träger nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Welche Arzneien helfen gegen die Krankheit?

Der neue Erreger reagiert nach derzeitigen Erkenntnissen auf herkömmliche Grippemittel wie Tamiflu. Allerdings raten Experten von einer Einnahme des verschreibungspflichtigen Medikaments ohne ärztliche Aufsicht ab. Bei einer falschen Dosierung besteht die Gefahr, dass sich resistente Erreger entwickeln.

Gibt es einen Impfstoff?

Für Menschen gibt es bislang keinen Impfstoff. Die Vorarbeiten laufen aber bereits. Bis zur Fertigstellung dauert es nach Angaben des RKI mindestens drei Monate. Deutschland verfügt über Verträge mit zwei Herstellern und würde im Ernstfall nach Regierungsangaben privilegiert beliefert.

Was tun bei einem Verdacht auf Schweinegrippe?

Wer den Verdacht hat, an der Schweinegrippe erkrankt zu sein, sollte sich bei einer Arztpraxis melden und diese zuvor anrufen, um nicht im Wartezimmer andere Patienten anzustecken. Zur Diagnose werden unter anderem Abstriche aus Rachen und Nase entnommen. Auch Schnelltestes sind möglich.

Wo gibt es Rat und Hilfe?

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine kostenlose telefonische Bürger-Hotline eingerichtet unter der Nummer 0800 44 00 55 0. Informationen gibt es unter anderen auch auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts.

Quelle: rts