Panorama

Mehr Platz für Rubens und VermeerAnton Ulrich-Museum modernisiert

02.12.2009, 14:52 Uhr

Eines der bundesweit größten Museumsprojekte hat eine wichtige Etappe erreicht: Das 1754 eröffnete Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig wurde um einen 4000 Quadratmeter großen Neubau erweitert.

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Der Erweiterungsbau ist an den Museums-Altbau angegliedert. (Foto: dpa)

Mehr Platz für das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig mit wertvollen Gemälden Alter Meister: Das Land Niedersachsen hat seine Kunstgalerie um einen 4000 Quadratmeter großen Neubau erweitert. "Wir haben heute den ersten großen Schritt getan, um das Museum zu neuen Ufern zu führen", sagte Museumsdirektor Jochen Luckhardt bei der Vorstellung des neuen Gebäudes. Bis 2013 soll dann auch der Altbau renoviert werden. Das Land lässt sich die Modernisierung insgesamt 26 Millionen Euro kosten. Damit sei es bundesweit eine der größten Investitionen im Museumsbereich, sagte Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann.

In dem knapp 100 Meter langen, dreigeschossigen Neubau sollen Depots, Werkstätten, Verwaltung, Bibliothek, die Museumspädagogik, ein Museumscafé und das Kupferstichkabinett auf rund 4000 Quadratmetern Platz finden. Im Altbau aus dem 19. Jahrhundert sollen nach einer behutsamen Renovierung 3400 Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen.

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Depotraum im Erweiterungsbau des Herzog Anton Ulrich-Museums. (Foto: dpa)

Bis die Modernisierung beendet ist, bleibt das Museum geschlossen. Spätestens zum 300. Geburtstag des Museumsgründers Herzog Carl I. im Jahr 2013 soll das Haus, das vor allem durch seine Gemäldesammlung Alter Meister weit über die Region hinaus bekannt ist, wieder öffnen. Um in den Jahren des Neu- und Umbaus nicht in Vergessenheit zu geraten, werden von der kommenden Woche an in der Burg Dankwarderode in Braunschweig die Highlights des Museums gezeigt, darunter Werke von Rubens und Vermeer. Auch zeitgenössische Kunst etwa von Beuys oder Picasso sowie Skulpturen, Gefäße und Möbel sollen in wechselnden Ausstellungen in der Burg gezeigt werden

Quelle: dpa