Plagiatsfall HegemannVerlag will kein Aufsehen
"Axolotl Roadkill"-Autorin Helene Hegemann könnte mit einem blauen Auge davon kommen. Trotz der Plagiatsvorwürfe gegen Hegemann ist der geschädigte Sukultur-Verlag bereit, ohne große Schererein eine Einigung mit dem Ullstein Verlag zu erzielen. Der jungen Schriftstellerin solle kein Schaden zugefügt werden.
Im Plagiatsfall der jungen Bestseller-Autorin Helene Hegemann ist der geschädigte Verlag an einer gütlichen Einigung interessiert. "Wir haben kein Interesse, das Buch von Hegemann schlechtzureden. Es ist ein gutes Buch, darum kommt man nicht herum", sagte Frank Maleu, der Geschäftsführer des Sukultur-Verlags in Berlin. In einem Blog war Hegemann nachgewiesen worden, dass sie für ihr Sensationsdebüt "Axolotl Roadkill" ganze Passagen aus dem Roman "Strobo" übernommen hat, der im vergangenen Jahr im Sukultur-Verlag erschienen ist. Hegemann hatte ihr Verhalten auch eingestanden.
Der Autor Airen, 1981 in Bayern geboren, will Maleu zufolge derzeit seinen Namen nicht nennen und nicht öffentlich Stellung zu dem Fall beziehen. Airen prüfe gerade, wie viel Hegemann aus seinem Buch beziehungsweise dem vorausgegangenen Blog übernommen habe, sagte Maleu. "Wir hoffen, dass es diese Woche noch zu einer Klärung kommt."
Der Ullstein Verlag, in dem Hegemanns Buch erschien, hatte angekündigt, eine Einigung mit Sukultur zu suchen und eine Genehmigung für den Abdruck einzuholen.