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Politik

Freitag, 14. Dezember 2007

Sparzwang in Krankenhäusern: 15.000 Arbeitsplätze gestrichen

Die deutschen Krankenhäuser drücken kräftig auf die Kostenbremse. "Über 15.000 Beschäftigte haben 2007 ihren Job verloren, weil die Politik eisenhart kürzt", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. Schon 2006 seien 4000 Kräfte vor allem in der Pflege eingespart worden. Dies gehe zulasten der Patienten.

Die Krankenhäuser sehen sich wegen Kürzungen durch die Gesundheitsreform 2007, Tariferhöhungen unter weiteren Kostensteigerungen unter Druck. Im laufenden Jahr ergebe sich ein Fehlbetrag von rund zwei Milliarden Euro. Insgesamt waren in den Kliniken zuletzt rund 1,07 Millionen Menschen beschäftigt. Die Möglichkeiten zur Rationalisierung seien weitgehend ausgeschöpft, warnte Baum.

Neue Entlassungswelle 2008


Für kommendes Jahr drohen nach Angaben der "Bild"-Zeitung ähnlich viele Entlassungen wie 2007. "Die hohe Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern ist akut gefährdet. Mancher Krankenhaus- Patient muss schon heute vergeblich auf Zuwendung warten", sagte Baum der Zeitung.

Nach Untersuchungen von Wirtschaftsberatern wird rund ein Drittel der deutschen Krankenhäuser längerfristig nicht kostendeckend arbeiten können. Auch bevor es im vergangenen Jahr mehr Geld für Ärzte gab, standen demnach viele Häuser vor der Schließung, Zusammenschlüssen oder der Spezialisierung.

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