Politik
(Foto: picture alliance / dpa)

Bundeswehr veröffentlicht Zahlen zu sexuellem Missbrauch: 169 Soldaten in sieben Jahren verurteilt

Die Bundeswehr veröffentlicht erschreckende Zahlen: Innerhalb weniger Jahre wird eine Vielzahl von Sexualdelikten registriert. In etlichen Fällen wird ein Strafverfahren eingeleitet. Die Delikte reichen von sexueller Nötigung bis zum schweren Missbrauch von Kindern.

Bei der Bundeswehr sind von 2006 bis 2012 insgesamt 520 Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs registriert worden. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. In 210 Fällen kam es demnach zu Strafverfahren gegen Bundeswehrangehörige. Die Delikte reichen von der Verbreitung pornografischer Schriften bis zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Von den Strafverfahren endeten 169 mit einer Verurteilung. 28 Beschuldigte wurden freigesprochen, in 13 Fällen wurden die Verfahren eingestellt.

Das Ministerium reagierte mit der Veröffentlichung auf Presseberichte zu einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Den Bundeswehrangaben zufolge wurden auch 465 Disziplinarverfahren wegen Sexual-Delikten eingeleitet. Diese betrafen sowohl Straftaten als auch sonstiges sexuelles Fehlverhalten.

Von den Verurteilungen erfolgten 31 wegen sexueller Nötigung oder Vergewaltigung, 16 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und zehn wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Weitere 20 erfolgten wegen exhibitionistischer Handlungen. 59 Soldaten wurden aufgrund des Erwerbs oder Besitzes kinderpornographischer Schriften verurteilt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen