Politik

Prognose liegt bei 3,4 Millionen2008 weniger Arbeitslose

22.08.2007, 11:36 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland soll im kommenden Jahr auf 3,4 Millionen sinken. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt. Im Vergleich zum laufenden Jahr entspräche das einem Rückgang um rund 360.000. Parallel dazu steigt die Zahl der Erwerbstätigen um 310.000 auf 40,03 Millionen. Das IAB geht von einem Wirtschaftswachstum von 2,7 bzw. 2,5 Prozent aus.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland soll im kommenden Jahr auf 3,4 Millionen sinken. Das geht aus der aktuellen Projektion hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg veröffentlichte. Im Vergleich zum laufenden Jahr entspräche das einem Rückgang um rund 360.000.

Das IAB geht bei seiner Prognose von einem realen Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im laufenden Jahr und von 2,5 Prozent im Jahr 2008 aus.

Der aktuelle Aufschwung habe ein noch "freundlicheres Gesicht" als der Aufschwung in den Jahren 1999 und 2000, erklärten die Arbeitsmarktforscher der Bundesagentur für Arbeit.

Im Vergleich dazu seien in diesem und im vergangenen Jahr erheblich mehr Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen worden. 1999 und 2000 seien zwar sehr viele Mini- und Teilzeit-Jobs entstanden, doch nur wenige Vollzeitstellen. Wenn man das Arbeitsvolumen insgesamt betrachte, sei der gegenwärtige Aufschwung deutlich beschäftigungsintensiver, schreiben die Forscher.

Die Zahl der Erwerbstätigen werde im kommenden Jahr mit 40,03 Millionen um 310.000 über dem Jahr 2007 liegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 270.000, hieß es weiter.

Robuster Aufschwung hält an

Der Arbeitsmarkt befinde sich seit Mitte 2006 in einem robusten Aufschwung, betont das IAB weiter. Das Institut verweist dazu auf drei Ursachen: Zum einen hätten die konjunkturellen Impulse kräftig auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Zudem habe die moderate Lohnentwicklung der vergangenen Jahre den Anstieg der Beschäftigung begünstigt. Schließlich werde der Aufschwung von den Arbeitsmarktreformen der vergangenen Jahre unterstützt. Das IAB erwartet daher eine Abnahme nicht nur der konjunkturellen, sondern auch der strukturellen Arbeitslosigkeit.