Freitag, 24. Dezember 2010
"Zurückgeblieben": Ahmadinedschad verhöhnt UN
Maulfaul kann man den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nicht gerade nennen. Eigentlich fällt ihm immer etwas ein - meistens Drohungen oder Beleidigungen gegen den Westen oder Israel. Diesmal arbeitet er sich an den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates ab.
Ahmadinedschad kann's nicht lassen.
(Foto: dpa)
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Mitgliedsstaaten des Weltsicherheitsrats als "politisch zurückgeblieben" bezeichnet, weil sie immer noch Sanktionen als effektives Druckmittel betrachteten. "Die Offiziellen derjenigen Staaten, die im dritten Jahrtausend immer noch glauben, dass Sanktionen ein effektives Druckmittel sind, sind politisch zurückgeblieben", zitierte die iranische Nachrichtenagentur ILNA den iranischen Präsidenten.
Im Atomstreit mit dem Iran hatte der UN-Sicherheitsrat im Juni neue, schärfere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Das höchste UN-Gremium wollte den Iran dazu zwingen, sein umstrittenes Atomprogramm offenzulegen. Der Westen wirft der iranischen Führung vor, heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Die iranische Regierung gibt an, lediglich an ziviler Atomtechnologie interessiert zu sein.
Ahmadinedschad hatte sich bereits in der Vergangenheit abfällig über Resolutionen des Weltsicherheitsrats geäußert. Diese seien "nicht einen Pfifferling wert", lediglich "Papierschnipsel".
dpa
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